57 Kandidaten und 6 Finalisten

Alle beteiligten Künstler (v. li.): Antonia Rössler, Misaki Morino, Maximilian Mayer, Kinga Vass, Jerica Steklasa, Dirigent Oliver Ostermann, Moderator Herbert Fischerauer, Daniel Gutmann, Maria Mucha und Natalya Ryabova. © H. Fragner

Das Gala-Konzert des 8. Heinrich Strecker Wettbewerbes mit Publikumswahl am vergangenen Samstag im Stadttheater Baden brachte nicht nur ein klares Ergebnis, sondern bescherte den „Wählern“ auch einen spannend-schönen musikalischen Abend. 

Von den 57 Kandidaten aus 14 Nationen hatten nach harter Vorausscheidung 6 Nachwuchskünstler den Sprung ins Finale – im Rahmen des Konzertes – geschafft.
Die Ansprüche der Jury – 10 Künstler, die selbst renommierte Bühnen leiten, unter dem Vorsitz von Kammersängerin Sona Ghazarian waren zweifellos hoch. Die Kandidaten – vier Damen und zwei Herren – mussten sich in den Kategorien Oper / Wienerlied („Diese Kombination gibt es nur hier“ kommentierte es Herbert Fischerauer), Musical/Wienerlied und Operette bewähren. Eine musikalische Her-ausforderung, zumal jeder Sänger seine persönlichen Begabungen hat.
Doch auch in der Kunst ist eben Flexibilität gefragt; die Aufgabenstellungen können sehr unterschiedlich sein. Galt es zunächst, die Ansprüche, die einen guten Sänger ausmachen, zu erfüllen, ist die Beurteilung durch das Publikum, des eigentlichen „Endverbrauchers“, letzten Endes entscheidend. Die Heinrich Strecker Gesellschaft unter der Leitung von Herbert Fischerauer hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit diesem Wettbewerb junge, talentierte Künstler zu fördern. Die Reihe von heute international bekannten Sängerinnen und Sängern, die auf diese Weise von Baden aus gestartet ist, zeigt den großen Erfolg.
Mit einer Ouverture von Otto Nicolai leitete das Orchester der Bühne Baden unter Oliver Ostermann den ersten Auftritt in der Kategorie Oper/Wienerlied ein: Natalya Ryabova (Russland) mit einer Puccini-Arie. – Ein schöner, ausgewogener Sopran, sparsame Gestik. Die Wahl würde schwer werden… Ihr folgte Jerica Steklasa (Slowenien) mit einem schwierigen Stück aus „Candide“ von Leonard Bernstein und schauspielerischem Einsatz. Misaki Morino aus Japan schloss mit „Je veux vivre“ aus „Romeo et Juliette“ die Kategorie ab. In der Kategorie „Operette“ war ihr „Im Salon zur blau‘n Pagode“ aus „Land des Lächelns“ auf den Leib geschrieben… Ein Potpourri aus „My Fair Lady“ leitete thematisch zum Schwerpunkt Musical/Wienerlied über. Daniel Gutmann, Bassbariton aus Österreich, trug „I Got Plenty O‘Nothing“ aus „Porgy and Bess“ vor und punktete beim Strecker-Wienerlied mit „einheimischem“ Dialekt. Maria Mucha hatte ein Kontrastprogramm: Das berührende „On My Own“ aus „Les Miserables“ – gefolgt von „Der alte Sünder“ von Hermann Leopoldi, mit tänzerischen Einlagen. Ein voller Gegensatz! Maximilian Bayer (aus Bayern), in der Reihenfolge der letzte Kandidat, ließ schon von den ersten Takten an aufhorchen: „Dies ist die Stunde“ aus „ Jekyll and Hyde“. Der Tenor hatte sich auch ein heiteres Strecker-Lied „In der Brigittenau, drunt am Kanal“ ausgesucht und löste den längsten anhaltenden Beifall aus. In der Sparte „Operette“ durften dann alle – in derselben Reihenfolge – ihr Können nochmals unter Beweis stellen.
Während die Jury an der Auszählung der Stimmen arbeitete, hatte Moderator Fischerauer noch einen besonderen Programmpunkt bereit: Die („möglicherweise“) Uraufführung des Violinkonzertes in A-Dur von Heinrich Strecker, wunderbar vorgetragen von der Solistin Su-Yeon, Antonia Rössler und dem Orchester der Bühne Baden.
Schließlich war es so weit, Herbert Fischerauer konnte das Ergebnis präsentieren. Er brachte die Meinung des Publikums mit einer Notiz auf einem abgegebenen Stimmzettel auf den Punkt: „Alle sind Spitze!“. Die klare Mehrheit hatte sich für Maximilian Bayer entschieden!
Günter Alland konnte, in Vertretung des Hauptsponsors, der Volksbank Wien-Baden, dem freudestrahlenden Gewinner den Publikumspreis überreichen. Ein Gutschein über 1.000 Euro – den der 24-Jährige spontan der Flüchtlingshilfe spendete!
Den Jury-Preis für die Sparte Oper/Wienerlied erhielt Jerica Steklasa; aber auch für Musical/Wienerlied und für Operette wird Maximilian Mayer wieder auf die Bühne gerufen. Erika Strecker und Gerd Ramacher überreichen ihm schließlich noch den Sonderpreis für Wienerlied und Sebastian Reinthaller legt noch eine Sonderdotation der Bühne Baden drauf: Ein zweitägiger Aufenthalt für zwei Personen in der Kurstadt.
Vielleicht können wir den begabten Tenor danach bald wieder auf der Bühne Baden erleben? Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern!

H. Fragner

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Antworten zu 57 Kandidaten und 6 Finalisten

  1. Maximilian Mayer sagt:

    Der junge Tenor aus Bayern heißt Maximilian MAYER und nicht Maximilian BAYER, aber vielen Dank für den schönen Bericht.

    Liebe Grüße
    Maximilian Mayer

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