Neuer Pächter für die Harzberghütte

Seit April betreibt nun Wolfgang Zamazal (links im Bild) die Harzberghütte.

BAD VÖSLAU. – Viele Jahre hat die Familie Dunst das Restaurant am Harzberg betrieben, nun hat die Schutzhütte aber einen neuen Pächter: Wolfgang Zamazal betreibt das beliebte Ausflugsziel, die Schutzhütte am Bad Vöslauer Hausberg, seit April. 

In der Gastronomie kann Wolfgang Zamazal, der ursprünglich aus einer Weinbaufamilie stammt, auf langjährige Erfahrung zurückgreifen. Bevor er die Schutzhütte am Harzberg übernommen hat, betrieb er sechs Jahre die Rudolf-Prokschhütte in Pfaffstätten. Aus verschiedenen Gründen musste man sich dann aber kurzfristig nach einem neuen Objekt umsehen: „Es war natürlich optimal für uns, dass man in Bad Vöslau gerade auf der Suche nach einem neuen Pächter war. Das hat sich angeboten“, erzählt Wolfgang Zamazal.
Worauf es beim Betrieb einer Schutzhütte ankommt, weiß Zamazal nur zu gut: „Bei einer Schutzhütte ist man zu hundert Prozent vom Wetter abhängig. Für die Kalkulation sind die Bedingungen einfach ganz anders, als wenn man jetzt unten ein Lokal betreibt. Da muss man sich schon etwas einfallen lassen.“ Die Ideen, was er seinen Gästen anbieten möchte, hat er großteils schon umgesetzt: In der Harzberghütte setzt man auf bodenständige österreichische Küche. Mit landestypischen Spezialitäten und Raritäten möchte sich Zamazal von der Konkurrenz ein wenig abheben. Seltene Gerichte wie Ochsenschleppragout, Stierhoden oder auch Wurzelfleisch gehören daher zum Fix-Programm seiner Speisekarte. Auf gesunde und qualitative Speisen legt Zamazal besonderen Wert, verzichten möchte er deshalb auf „fettgebackene Fritteusenküche“. Wichtig ist dem Koch auch Nachhaltigkeit bei den verwendeten Produkten, Fleisch bezieht Zamazal daher von vier Bauern aus der Steiermark beziehungsweise Salzburg. Ab September soll die Karte außerdem um Mangalitza-Schwein-Gerichte erweitert werden. Ein kulinarischer Höhepunkt ist auch schon geplant: Am 13., 20. und 27. September lädt er zum Frühschoppen mit Spanferkel und Stelzen.
Auch bei den Getränken kümmert sich der neue Pächter um beste Qualität. Besonders stolz ist man auf das selbstgebraute Bier und die selbstgemachten Kracherln. Mit dem Bierbrauen beschäftigt sich Zamazal seit sechs Jahren, mittlerweile gibt es fünf Sorten – Märzen, Pils, Zwickl, Weizen und Braunes – von „Das Bier am Harzberg“, die exklusiv in der Schutzhütte angeboten werden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten habe sich in den mittlerweile vier Monaten Betriebszeit alles gut eingespielt: „Den holprigen Anfang bedaure ich sehr. Da haben wir leider einen falschen Koch erwischt, mittlerweile stehe ich aber selbst in der Küche und kümmere mich persönlich um die Zubereitung der Speisen.“
Ideen wie es mit dem Schutzhaus am Harzberg weitergehen soll, hat Wolfgang Zamazal viele. Eine ganz besondere soll noch im Herbst umgesetzt werden, denn im Spätherbst sollen auf der 400 m² umfassenden Wiese hinterm Haus Kängurus einziehen.
Das Schutzhaus am Harzberg hat von Mittwoch bis Sonntag (auch Feiertags) ab 10 Uhr geöffnet. Montag und Dienstag bleibt die Hütte geschlossen. Infos und Reservierungen unter 02252/70757.

S. Weinzettl

Neuer Pächter für die Harzberghütte
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5 Antworten zu Neuer Pächter für die Harzberghütte

  1. Hermann Tiefenbrunner sagt:

    Der Titel “Neuer Pächter für die Harzberghütte” weckte kurzzeitige Hoffnung in mir – bis ich las, dass das lediglich ein Schönreden der derzeitigen Harzberg-Zustände ist. Sorry, aber mir sträubt es eben die Haare, Aussagen wie “keine fettgebackene Fritteusenküche” etc. sind in Anbetracht einer Speisekarte, auf der die meisten Speisen auf Erdäpfelröstiplatten (Tiefkühlware) liegen, eine Verhöhnung des Gastes. Man muss sich nicht unbedingt damit brüsten, keine Standardgerichte auf der Speisekarte zu haben: Schnitzel, Gulasch, Würstel mit Saft und Ähnliches müssen auf einer Karte in der Österr. Gastronomie einfach vorhanden sein. Dafür würde ich liebend gerne auf Stierhoden um ca. 14 EU verzichten, schon weil das ein zu stolzer Preis für ein Abfallprodukt ist. Dass Service und Küche im Argen liegen, hat sich mittlerweile herumgesprochen und viele Vereine etc. halten jährliche Veranstaltungen nicht mehr dort ab. Auch die Dirndlsonntags-Bergmesse wird nicht mehr gemacht – kurz, was man vom Harzberg gewohnt war, ist in weite Ferne gerückt. Ob die Bemühungen des neuen Pächters ausreichen, kann man derzeit schwer beurteilen. Jedenfalls würde es der Gemeinde nicht schlecht anstehen, wenn man die Größe hätte, einen Fehler bei der Vergabe rechtzeitig einzugestehen, wenn ein solcher objektiv festgestellt würde. Schönreden und Jubelmeldungen, die kein Vöslauer versteht, helfen niemandem weiter. Trotzdem wünsche ich dem Pächter – und vor allem vielen ehemaligen Gästen – alles Gute

  2. Nomen nescio sagt:

    Überschrift: Völlig am Thema vorbei. Ein Pächter, der seit April ein Lokal betreibt, Ende August als noch als “neu” zu bezeichnen – da gehört schon einiges an Mut und Aberwitz dazu. Sommerloch hin oder her.
    Vorspann: Dass die Schutzhütte “nun” einen neuen Pächter hat… siehe Überschrift.
    Persönliche Erfahrung: War Ende April zu Gast am Harzberg. Bier war gut, Service hatte zu kämpfen. Aber freundlich. Ob man tatsächlich Stierhoden auf der Karte braucht, sei dahingestellt.

  3. Johannes Los sagt:

    Im letzten Jahr war ich mit meinen beiden Kindern öfter in der Harzberghütte und immer sehr zufrieden. Anfang Mai waren wir wieder dort und es wird für lange Zeit der letzte Besuch gewesen sein. Die Kinder haben sich sehr auf ein Schnitzel gefreut, so etwas gehört aber nicht mehr ins Konzept des Lokals. Dafür gab es geröstete Stierhoden und Kalbsbeuschel zur Auswahl. Ich bin gespannt ob dieses Konzept aufgeht, der Pächter wird sich dabei was gedacht haben.

    Viel schlimmer waren aber die beiden Hunde die offensichtlich zum Lokal gehörten und ohne Beißkorb und Leine frei herumlaufen durften. Sie sind von der Rückseite der Hütte gekommen und haben wenige Meter vom Spielplatz entfernt einen Hund an der Leine angegriffen, dessen Besitzer mit Mühe eine schwere Verletzung vermeiden konnte. Danach haben die Hunde zwei Mountainbiker mit lautem Bellen angegriffen, die sich gerade noch mit einem Stock helfen konnten. Die beiden Mountainbiker haben erzählt, dass sie solche Erlebnisse seit der Neuübernahme schon mehrfach dort hatten und dass das der Pächter von der Rudolf-Proksch-Hütte sei.
    Diese Hütte ist mir natürlich auch durch den wunderschönen Spielplatz gut bekannt. Die dortige Speisekarte war ebenfalls sehr gewöhnungsbedürftig und vor allem die langen Wartezeiten aufs Essen haben mich dort gestört. Wie ich zwischenzeitlich auf der Homepage nachgelesen habe ist diese Hütte derzeit aufgrund der Streitereien zwischen dem inzwischen gekündigten Pächter und dem Alpenverein gesperrt.
    Das Bier war in Ordnung, das ist aber sicher kein Grund dort je wieder hinzugehen.

  4. Franz Ernst sagt:

    Kann es sein, dass das “selbstgebraute” und angeblich exklusiv ausgeschenkte Bier von der Brauerei “Marchfelder Storchenbräu” (www.bauersbier.at) stammt? Auf der Homepage dieser Brauerei ist unter den Referenzen nachzulesen, das dieses Bier neben anderen Lokalen auch auf dem Waxriegelhaus als Waxriegel Bier angeboten wird. Da dürfte wohl bestenfalls “selbst eingekühlt” (im Gegensatz zu den Röstis, die “selbst erhitzt” werden),zutreffender sein.

  5. Joe23800 sagt:

    Wir waren eine Wandergruppe und waren von der Speisekarte entsetzt. Das Naturschnitzel war hart und wellig. Der Zigeunerbraten (welches Wort), na ja eher eine Beleidigung. Hoden wollen wir nicht am Teller. Der Palatschinkenteig war erst nach einer Stunde fertig, zwar sehr gut aber der (halblustige) Kellner der ihn zubereitet hat und auch gleichzeitig serviert war überfordert. Kein Vergleich mit den vorherigen Pächtern!

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