Fertigstellung der Löwenbrücke in weiter Ferne

Seit rund einem Monat ist die Löwenbrücke aufgrund von Sanierungsarbeiten für den gesamten Verkehr gesperrt. Spätes-tens zu Schulbeginn sollten die Arbeiten abgeschlossen sein. Davon kann jetzt gar keine Rede mehr sein. Sogar ein Abriss der historischen Brücke steht im Raum. 

Zur Zeit wird in Baden an allen Ecken und Enden gebaut. Besonders die Sperre der Kaiser Franz Josef-Brücke, die im Volksmund als Löwenbrücke bezeichnet wird, macht den Verkehrsteilnehmern seit rund vier Wochen schwer zu schaffen. Von Bad Vöslau kommend ist die Badener Innenstadt seither nur mit großräumigen Umwegen zu erreichen.
Hatte man ursprünglich vorgehabt, die Arbeiten pünktlich zu Schulbeginn abzuschließen, so kommt das Urteil des Statikers nun wie ein Keulenschlag. Es ist sogar fraglich, ob die tragenden Teile überhaupt noch saniert werden können oder ob die gesamte Brücke erneuert werden muss, was laut Baustadtrat Rudolf Gehrer aber mit noch höheren Kosten und einer längeren Sperre dieser wichtigen Verkehrsader verbunden wäre.
Die historische Brücke über die Schwechat wurde im Jahr 1898 errichtet, wobei der Belag und die sichtbaren Elemente im Laufe der Geschichte immer wieder saniert wurden, nicht jedoch die im Verborgen liegenden Trage-elemente. Zuletzt instandgesetzt wurde die Löwenbrücke 1992.
„Damals stand die Brücke allerdings noch in Landesverantwortung, da auch die B 212 (Vöslauer Straße) Landesstraße war“, fasst Baudirektor Michael Madreiter die Fakten zusammen. Das Amt der NÖ Landesregierung überantwortete die Brücke in Folge der Stadt Baden, die seither für sämtliche Instandsetzungsarbeiten verantwortlich zeichnet. „Bei der 2011 durchgeführten Brückenüberprüfung stellten die Experten fest, dass ihre Konstruktion saniert werden muss. Wie massiv die Schäden sind, konnte allerdings nicht vorausgesehen werden“, so die Verantwortliche der Bauaufsicht für die derzeit laufende Sanierung, Margit Niehsner.
Nach Auftragsvergabe an die Firma BPP Bautechnik und erfolgter Öffnung der ersten Brückenelemente stellte sich jedoch bereits vor einigen Wochen heraus, dass sich der Rost weit tiefer in die Stahlkonstruktion gefressen hatte, als angenommen. Je weiter die Arbeiten in den vergangenen Wochen fortschritten, desto massiver gestalteten sich die vorerst verdeckten Schäden. Das Stadtbauamt reagierte nun mit einem sofortigen Baustopp und leitete eine neuerliche Begutachtung durch Experten ein.
„Welche Schritte nun zu setzen sind, bzw. mit welchen Mehrkosten zur rechnen ist, soll nun rasch geklärt werden, um die entsprechenden Anträge noch für die September-Gemeinderatssitzung vorbereiten und im besten Fall den neuerlichen Kostenaufwand beschließen zu können“, schildert Baudirektor Madreiter.
Für Baustadtrat Gehrer steht schon jetzt fest, dass die budgetierte Summe in jedem Fall deutlich überschritten wird. „Dennoch werden wir versuchen, die Löwenbrücke so rasch wie möglich für den Fußgängerverkehr freizugeben, führt sie doch zu wesentlichen wirtschaftlichen Einrichtungen der Stadt“, so Gehrer.

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