Physis und Kopf

Bei den Junioren konnte Anja Arbter bereits Silber bei der EM holen. Nun startet die Badenerin bei der WM in der allgemeinen Klasse.

ORTIENTIERUNGSLAUF. – Die junge Badenerin Anja Arbter zählt zu den besten Orientierungsläufern Österreichs. Dieses Wochenende startet die 22-Jährige für Österreich bei der Weltmeisterschaft in Schottland und möchte dort an ihre vergangenen Leistungen anknüpfen.

Bei der 22-jährigen Anja Arbter fiel der Apfel nicht weit vom Stamm. Beide Eltern waren aktive Orientierungsläufer, der Vater brachte es bei einer Weltmeisterschaft sogar auf den 13. Platz. „Ich bin so von jung an in diesen Sport gewachsen“, erklärt die Badenerin gegenüber der BZ, kurz vor der Abreise zur WM nach Schottland, wo sie in der Staffel und über die Mitteldistanz starten wird. Und die Eltern konnten ihr scheinbar nicht nur die Freude, sondern auch das Talent für diesen Sport weitergeben. Drei Mal war die Sportlerin, die für die Naturfreunde Wien startet, bereits Staatsmeisterin, bei den Jugend-Europameisterschaften konnte sie bereits ein Mal Silber und drei Mal Bronze holen. Seit zwei Jahren ist sie Mitglied des Österreichischen Nationalteams, davor war sie bereits im Jugendkader vertreten und steht nun in der Auswahl der vier besten Damen des Landes. „Ich bin jetzt das zweite Jahr in der allgemeinen Klasse. Da werde ich noch ein paar Jahre brauchen, um mich zu etablieren und möchte mich langsam nach vorne tasten“, gibt sich Arbter bescheiden. Entsprechend möchte sie sich auch für die Weltmeisterschaft, die von 31. Juli bis 7. August in Inverness über die Bühne geht, nicht festlegen. „Ich möchte einfach meine Bestleistung zeigen, was das dann ergibt, ist schwer zu sagen. Schön wäre es, unter die Zop 40 zu kommen, da es dafür Weltcup-Punkte gibt“, erklärt die junge Orientierungsläuferin, für die das Besondere an dem Sport ist, dass es eben nicht nur ums Laufen geht. „Es ist eine Kombination aus Physis und Kopf. Das Attraktive ist, dass es immer ein neues Abenteuer ist, auch wenn man im selben Wald läuft“. Die Weltcup-Punkte wären insofern auch wichtig, da sie aus Kostengründen heuer noch kein Weltcup-Rennen bestreiten konnte. Im Frühjahr war etwa eines in Australien, da der österreichische Verband verglichen mit anderen Ländern aber klein ist, hätte sich die 22-Jährige die Reisekosten selbst zahlen müssen. „Der Sport ist in Österreich noch klein, es wird in den letzten Jahren aber mehr“, meint die Badenerin.

Suche nach „Posten“
Und wie sieht so ein Rennen aus? Die Läufer erhalten bei einem solchen Bewerb vor dem Start detailierte Karten, die mit 1:10000 deutlich genauer sind, als gängige Wanderkarten und auf denen jedes kleinste Detail eingezeichnet ist. Auf einer festgelegten Distanz (im Fall von Schottland 5 1/2 km) sind nun eine bestimmte Anzahl von Punkten (Insgesamt 20 „Posten“) festgelegt, die man finden und mit einem Chip passieren muss – wie man dort hinkommt, ist jedoch nebensächlich. „Wie die Strecke aussieht, weiß man aber erst vor Ort“, erklärt die Badenerin.
Doch wie bereitet man sich – neben dem „normalen“ Lauftraining auf eine solche Weltmeisterschaft vor? „Wir waren auf Vorbereitungstrainingslager in Inverness, um uns die Gegend anzusehen. In Österreich muss man sehen, wo es einen ähnlichen Geländetyp gibt. Auf den Karten sehe ich mir auch an, welche Schwierigkeiten es geben könnte.“ Neben dem Trainingslager bereitete sich Arbter auch gezielt im Bezirk vor und umrundete diesen – möglichst genau auf der Bezirksgrenze laufend. „Es ist die Kombination, die es so spannend macht, Laufen allein reicht nicht“, beschreibt die junge Sportlerin ihre Faszination für den Orientierungslauf. Wie es ihr nun bei der WM geht, erfahren Sie danach in der BZ, die der jungen Badenerin die Daumen drückt.
P.S.: Der nächstgelegene OL-Verein befindet sich mit „Go Harzberg“ in Bad Vöslau. Infos: go.harzberg@gmx.at bzw. 0676/6190159 W.Gams

Physis und Kopf
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