Ein Beruf, der Zukunft hat

Sabine Gelter (rechts) hat gut lachen. Sie hat ihren Abschluss als Milchtechnologin seit der Vorwoche bereits in der Tasche. Ihr junger Kollege Dominik Wallner hat noch zwei Lehrjahre bei der NÖM vor sich. Fotos: RaDi

Wer sich in Österreich für Lehre entscheidet, der kann unter rund 250 Berufen wählen. Während Bürokauffrau bei den Mädchen die Beliebtheitsskala anführt, ist es bei den Burschen immer noch der Kraftfahrzeugmechaniker. Eigentlich schade, haben doch Milchtechnologen beste Chancen am Arbeitsmarkt.

Noch bis vor kurzem stand Friseurin ganz oben auf der Liste der weiblichen Lehrberufswünsche. Mittlerweile hat Bürokauffrau und Einzelshandeskauffrau die Friseurin auf Platz drei verdrängt. Weniger verändert hat sich hingegen bei den männlichen Lehrlingen, wo immer noch Kraftfahrzeugmechaniker vor Tischler und Elektroinstallateur rangiert.
Nicht unter den Top-Ten findet sich der Beruf des Milchtechnologen, eine Tatsache, die für die Personalleiterin der Badener NÖM AG, Petra Herzog bedauerlich ist. Immerhin würden die gut ausgebildeten Kräfte dieser Sparte in der Lebensmittelindustrie heiß begehrt.
Hinter dem etwas sperrigen Begriff „Milchtechnologe“ verbirgt sich ein ganz logisches Berufsbild. Die Aufgabe des Milchtechnologen ist es, den gesamten Produktionsablauf zu steuern. „Den Weg der Milch von der Anlieferung, über die verschiedensten Verarbeitungsmöglichkeiten bis hin zum fertigen Endprodukt“, schildert Petra Herzog.
Dass die Arbeit des Milchtechnologen nicht immer ganz einfach ist, versteht sich bei über 800 (!) verschiedenen Produkten von selbst.
Entsprechend gewissenhaft ist auch die Ausbildung, die man in der NÖM seinen, zur Zeit, 14 Lehrlingen angedeihen lässt. Ein Wechsel des Dienstgebers nach Abschluss der Lehre, die übrigens auch mit Matura gemacht werden kann, ist selten. Nicht nur die überdurchschnittliche Bezahlung, auch das gute Betriebsklima sorgen dafür, dass die meisten der NÖM die Treue halten.
„Gute Leute geben wir nicht gerne her. Sie haben bei uns beste Möglichkeiten, Karriere zu machen“, ist Herzog überzeugt. Gute Beispiele gibt es dafür etliche. Ein Großteil des Produktionsmanagements hat als Lehrling begonnen.
Dass den angehenden oder ausgelernten Milchtechnologen nicht langweilig wird, dafür sorgen rund 3.500 Bauern, die mit ihren Kühen rund eine Million Liter Milch täglich an die NÖM in Baden liefern. Ein guter Teil der Produkte wird in 26 Länder exportiert.
„Produziert wird rund um die Uhr, den „Aus“-Knopf haben wir bei den Kühen noch nicht gefunden“, lacht Sabine Gelter, die ihren Lehrabschluss seit der Vorwoche in der Tasche hat.
„Nachdem wir selbst einen landwirtschaftlichen Betrieb zu Hause haben, hat es mich einfach interessiert, was mit unserer Milch geschieht“, schildert die Neo-Milchtechnologin ihre Beweggründe, sich für den noch eher Männer-dominierten Beruf zu entscheiden. „Die Lehrzeit war wahnsinnig interessant, mit meinen männlichen Kollegen komme ich sehr gut aus“, meint Sabine Gelter, die auch mit Wochenenddiensten kein Problem hat. Immerhin hat man dadurch auch öfters unter der Woche frei.
Laut Personalleiterin Herzog muss man sehr technik- und computeraffin sein, wenn man die Lehre des Milchtechnologen in Erwägung zieht. Entsprechende Liebe zu den Lebensmitteln ist ebenfalls ein großer Vorteil, wenn man beim größten Industrie-Arbeitgeber im Bezirk anheuern möchte.
Dass es dennoch keine industriellen Produkte sind, die bei der NÖM erzeugt werden, darauf legen die Mitarbeiter großen Wert. Viele der NÖM Bauern kommen in Baden vorbei, um selbst zu sehen, was mit ihrer Milch passiert.
„Wer Interesse hat, eine Lehre zum Milchtechnologen bei der NÖM zu absolvieren, der kann uns gerne im Rahmen eines Schnuppertages besser kennen lernen“, schildert die Personalleiterin.
Alle Infos zur NÖM als Arbeitgeber finden sich unter:
www.noem.at.

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