Doch keine Post in der BAWAG

Vor einigen Wochen wurde bekannt, dass die Post ihre Filiale am Ring aus Kostengründen zusperren möchte. Die bereits bestehende Poststelle in der BAWAG sollte die Agenden übernehmen. Dagegen lief die Politik Sturm. Nun dürfte sich ein Kompromiss abzeichnen. 

Mittels Petition wandte sich vor zwei Monaten fast der gesamte Gemeinderat an die Post AG. Inhalt des Schreibens war die Ablehnung, künftighin anstelle des Hauptpostamtes Dienste nur mehr in der Poststelle in der Unteren Wassergasse anzubieten. Während ÖVP, SPÖ, Grüne, FPÖ und NEOS darauf bestanden, dass nach einer Alternative mit besserer Verkehrsanbindung und entsprechenden Parkplätzen gesucht wird, ging die Bürgerliste „wir badener“ sogar so weit, den Erhalt der Hauptpost am Ring zu fordern. Fast 6.000 Unterschriften wurden dafür gesammelt und an die Verantwortlichen der Post AG übergeben. Im Zuge dieses Termins, der in der Vorwoche im Hotel Herzoghof stattfand, schlug StR August Breininger den Postvertretern vor, die BAWAG P.S.K. von der Wassergasse ins Hauptpostamt am Kaiser Franz Joseph-Ring zu übersiedeln. Damit könne die Post AG ihren Kooperationsvertrag mit dem Bankinstitut erfüllen, und die Badener Bürger würden ihr Postamt behalten.
Alois Lingfeld und Ulrich Hülsmann von der Post AG waren von dieser Idee angetan und sagten den drei „wir badener“-Stadträten August Breininger, Jowi Trenner und Christine Witty zu, diese Variante eingehend zu prüfen. Abschließend ersuchten die drei Mandatare im Sinne einer Kundenserviceoptimierung, die Öffnungszeiten wieder auszuweiten, sodass der Betrieb wochentags ohne Mittagspause erfolgen würde und auch am Samstag für die Bürger die Möglichkeit bestünde, ihre Postgeschäfte zu erledigen.
„Ich freue mich, dass wir mit unserem Einsatz und mit der Unterstützung von fast 6.000 Bürgern die Post AG ein Stück mehr überzeugen konnten, dass Baden nicht irgendeine Gemeinde ist und daher das Hauptpostamt am KFJ-Ring unter allen Umständen erhalten werden muss“, so Breininger.
Während die Bürgerliste also von ihrem Erfolg überzeugt ist, feiern auch die übrigen Gemeinderatsvertreter einen Sieg in Sachen Post. Sie hatten das zum Verkauf stehende Objekt der ehemaligen NÖ Gebietskrankenkassa (NÖ GKK) in der Vöslauerstraße ins Rennen geschickt und sich um ein Treffen zwischen Post/ BAWAG und NÖGKK bemüht.
Vize-Bürgermeisterin Helga Krismer kann berichten: „Die Bietersuche im öffentlichen Bereich muss nach engem Verfahren abgewickelt werden. Die NÖGKK geht davon aus, dass ein großer Mieter wie es Post/BAWAG im Erdgeschoss wäre, ein Vorteil für mögliche Käufer sein wird und jedenfalls mithilft, damit die Stadt Baden für ihre Bürger einen zentralen Standort der Post anbieten kann“, so Krismer, die aber auch nichts dagegen hätte, wenn der Standort am Ring erhalten bliebe und die BAWAG dorthin übersiedelt.
„Wenn die Post all ihre neuen Serviceangebote und das Bankgeschäft der BAWAG an dem alten Standort unterbringen kann, dann soll dies mangels anderer Alternativen so sein. Wichtig ist, dass sich der Kundenservice verbessert“, stellt die Vizebürgermeisterin klar.

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