Dicke Luft bei Personalauswahl

Wie bereits in der Vorwoche berichtet, hat sich die Stadt vom bisherigen Immo-Chef getrennt. 30 Bewerber gab es für den gut dotierten Posten. Sechs kamen in die engere Auswahl und mussten sich am Montag in einem Hearing beweisen.  Nun hagelt es Kritik an der Art und Weise der Personalauswahl.

Nachdem die Position des Geschäftsführers der Immo Gesellschaft vor einigen Wochen ausgeschrieben worden war, war es am Montag Nachmittag für die sechs vorausgewählten Kandidaten soweit. In einem Hearing mussten sie sich vor Bgm. Kurt Staska, StR. Rudolf Gehrer, StR. Stefan Szirucsek, VzBgm. Helga Krismer, GR Andrea Kinzer, GR Rudolf Teuchmann, GR Helmut Hofer-Gruber und StR Jowi Trenner präsentieren.
Der Chef der Bürgerliste, Jowi Trenner, ist es auch, der nun mit Kritik nicht hinter dem Berg hält. „Wissend, dass die Immo eine gemeindeeigene, durch den Rechnungshof prüfungspflichtige und mit Millionenschulden belastete Gesellschaft ist, haben Staska, Krismer und Hofer-Gruber eine Vorselektion vorgenommen, ohne einen unabhängigen Personalfachmann und ohne die Bürgerliste ´wir badener´ als zweitstärkste Fraktion oder die SPÖ als drittstärkste Fraktion miteinzubinden. Verfahrensobjektivität interessiert die Drei nicht. Oder aber waren vielleicht die Ausschreibung und das ganze Hearing nur eine Alibi-Aktion, weil der neue Geschäftsführer bereits im Vorfeld ausgewählt worden war?“, fragt Trenner, der darauf hinweist, dass überhaupt nur vier der sechs eingeladenen Kandidaten zum Hearing erschienen wären.
„Die fehlende Fachkompetenz des ´schwarz-grün-pinken Vorselektionsgremiums´ spiegelte sich unter anderem darin wider, dass einer der Hearing-Kandidaten weder Immobilien noch das Vergabe- oder Mietrecht Teil seines Berufsweges nannte“, wettert Jowi Trenner, der eine Wiederholung des Verfahrens fordert. „Die Vergabe des Geschäftsführer-Postens einer mit fast 60 Millionen Euro Schulden belasteten gemeindeeigenen Gesellschaft hat andere Voraussetzungen als die Suche nach einem gemeindeeigenen Würstelstandbetreuer. Dieses Verfahren muss wiederholt werden. Die Vorselektion hat von einem unabhängigen, parteifreien Personalexperten in Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister und dem Stadtamtsdirektor zu erfolgen. Nach Berichterstattung an die Gemeinderatsfraktionen ist zum neuerlichen Hearing einzuladen“, fordert Trenner, der abschließend betont, dass seine Kritik nur das Auswahlverfahren, nicht aber den ausgewählten Kandidaten betrifft.
Wenig überraschend sieht das NEOS-Gemeinderat Helmut Hofer-Gruber ganz anders. Sehr wohl hätte er sein langjähriges Expertenwissen als Finanz- und Personalchef eingebracht.
„Auch die Opposition ist im Aufsichtsrat der Immo-GmbH vertreten und hat daher gewusst, dass diese wichtige Personalentscheidung ansteht. Aber statt sich sachlich rechtzeitig einzubringen, wird wieder nur im Nachhinein kritisiert“ zeigt sich Hofer-Gruber von den „wir badenern“ enttäuscht.
„Wir haben ein professionelles Auswahlverfahren durchgeführt; dass zwei Kandidatinnen aus verschiedenen Gründen im letzten Augenblick abgesagt haben, liegt außerhalb unseres Einflussbereichs. Wir haben jedenfalls qualifizierte Bewerber gesehen und sind zuversichtlich, die nach dem Abgang von Herrn Dr. Freund offene Position bald bestmöglich nachbesetzen zu können.“

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