„Sammeln mit Leidenschaft“

Adolf Mayer sammelt mit Leidenschaft Schreibmaschinen, nun sucht er Liebhaber, die interessiert wären, einen Teil seiner Sammlung zu übernehmen. Foto: S. Weinzettl

BAD VÖSLAU. – In ihrer Glanzzeit war sie die Innovation. Heute hat  der Computer ihren Platz eingenommen: Die Schreibmaschine. Liebhaber schätzen sie noch heute. Einer von ihnen ist der ehemalige Bürowarengeschäft-Inhaber Adolf Mayer. In seiner Sammlung finden sich rund 600 verschiedene Modelle aus nahezu allen Ländern und Epochen. Nun sucht er Gleichgesinnte, die diese Sammelleidenschaft teilen.

Über die Stiegen hinauf geht es in das Obergeschoss des Hauses. Schon im Vorraum ist klar, worum es hier geht, denn Schreibmaschinen mit zugehörigen Tischchen bestimmen das Bild des Ganges. Doch was sich hinter der Türe verbirgt, ist kaum zu glauben: Ein Raum voller historischer Schreib-, Rechen- und Lochmaschinen, eben alles, was mit Bürowaren zu tun hat. Jedes Fleckchen ist genutzt, ein Vitrinenschrank reiht sich an den nächsten und darin: Schreibmaschinen. Hier finden sich schön präsentiert die interessantesten Stücke. Seit nun mehr als 35 Jahren sammelt Adolf Mayer Schreibmaschinen und Bürozubehör, in seiner Sammlung finden sich die seltensten und zum Teil sehr alte Modelle – Dinge, die man sonst nicht zu Gesicht bekommt.
„Jede dieser Schreibmaschinen hat eine ganz eigene Geschichte, wie ich sie bekommen habe“, erzählt Mayer. Die Leidenschaft für die mechanische Schreibhilfe packte ihn schon früh, denn in jungen Jahren absolvierte Adolf Mayer eine Ausbildung zum Schreib- und Rechenmaschinenmechaniker bei der Firma Prudik in Wiener Neustadt. Im Jahr 1962 begann er diesen Beruf auch in Bad Vöslau auszuüben und wurde zum Experten, was die Reparatur und Bestimmung der Maschinen angeht. 1967 eröffnete er sein eigenes Schreib- und Bürowarengeschäft. Über seinen Beruf kam es dann auch zur Sammelleidenschaft. In über 35 Jahren haben sich hunderte Geräte angesammelt, der Platz in der Privatsammlung wird langsam knapp, denn die Maschinen stapeln sich teilweise bis unter die Decke. Adolf Mayer hat sich deshalb schweren Herzens dazu entschieden, seine Sammlung zu reduzieren. Nun sucht er Gleichgesinnte, die sich ebenfalls für Schreibmaschinen interessieren und bereit wären, einen Teil der Sammlung zu übernehmen.
„Es wäre schön, jemanden zu finden, dem die Schreibmaschinen am Herz liegen“, so Mayer, denn die Tradition weiterleben zu lassen, ist ihm ein großes Anliegen. Ein Stück Geschichte für jüngere Generationen zu erhalten, wäre Mayers Wunsch. (Kontakt: 02252/76398) S. Weinzettl

„Sammeln mit Leidenschaft“
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2 Antworten zu „Sammeln mit Leidenschaft“

  1. Kritischer Vöslauer sagt:

    Ein netter Artikel. Muss bzw soll seinen Platz haben!

    Aber: Wo bleiben informative oder gut recherchierte Themen?
    Betreutes Wohnen, Verkehr, Stadtkern, Umwidmungen, Schule & Kindergarten, Sicherheit, Tremlhof etc.
    Über fehlende Brennpunkte kann man ja in Vöslau nicht klagen!

    Könnte es sein, dass eine solche Berichterstattung aber nunmehr irgendwo irgendwie nicht “erwünscht” ist?

    • Peter Selb sagt:

      Weit davon entfernt, die BZ-Redaktion zu verteidigen (dazu sehe ich keinen Grund), muss ich trotzdem zur Kritik des “Kritischen Vöslauers” etwas Allgemeines äußern.

      So kann nur jemand schreiben, der die Arbeitswelt in Redaktionsstuben nicht kennt: Ferienzeit, Urlaube der eingearbeitetn Redakteure und dadurch personell ausgedünnte Redaktionen, Urlaubsvertretungen oft bemüht, aber meist nicht eingearbeitet, Informanten nicht erreichbar, weil auch in Urlaub, weniger Inseratenaufkommen, daher weniger Seiten und somit weniger Platz für Berichterstattung (nur eine Seite Bad Vöslau)etc. Tageszeitungen haben ähnliche Probleme.

      Auch ich sehe in Bad Vöslau genug Themen, die wichtig sind und derer man sich als Lokalzeitung annehmen müsste, aber mit “…nicht erwünscht” und einem möglichen “Verbiegen” der Redakteure haben die derzeit eher wenig spannenden Inhalte der Badener Zeitung vermutlich überhaupt nichts zu tun.

      Aber auch “saisonbedingt” eher nicht angebrachte Kritik kann arbeitsmäßig befruchtend wirken. Trotzdem ist sie entbehrlich.

      Peter Selb

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