Stadt gibt Post nicht kampflos auf

Vor kurzem wurde bekannt, dass die Post in Baden weitere Einsparungen vornehmen- und nach jenem in Leesdorf nun das Hauptpostamt zusperren möchte. Als Ersatz wurde die Poststelle in der Unteren Wassergasse ins Spiel gebracht. Für die Stadt ist das keine geeignete Alternative.

„Natürlich haben wir nicht, so wie bei der Kaserne über das Instrument der Widmung, die Möglichkeit entscheidend mitzubestimmen, was mit der Hauptpost geschieht“, schildert Bgm. Kurt Staska, der dennoch vor kurzem Gespräche mit Vertretern der Post AG führte.
Die Manager berichteten über die defizitären Standorte am Kaiser Franz Joseph-Ring beziehungsweise in der Wassergasse und die Überlegung, beide Standorte in der Wassergasse zusammenzulegen. Dort sollte allerdings ein wesentlich verbessertes Service für die Kunden nach einem Umbau angeboten werden. Konkret wäre daran gedacht, die Bankfiliale in den ersten Stock zu verlegen, um so im Erdgeschoß Platz für die Post zu gewinnen.
„Ich habe den Eindruck gewonnen, dass man bei der Post auch sehr an einer einvernehmlichen Lösung interessiert ist“, so Staska, der im Zuge der Verhandlungen aber klar stellte, dass er nichts von dem Standort in der Unteren Wassergasse hielte. Der Bürgermeister bezweifelt, dass dieser Standort verkehrstechnisch geeignet ist, da dort weder ausreichend Parkplatzkapazitäten für Kunden, noch adäquate LKW-Ladeplätze zur Verfügung stünden.
„Für mich müssen eine inhaltliche Neukonzeptionierung einen verbesserten Sevicecharakter für die Kunden bieten und der verkehrstechnische Aspekt berücksichtigt werden. Das bedeutet die Erreichbarkeit mit dem PW genauso wie mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Somit ist nicht unbedingt der bestehende Standort jedoch einer in absoluter Zentrumsnähe notwendig, andernfalls können wir sicher nicht zustimmen,“ so Staska, der überzeugt ist, dass der bestehende Standort am Ring nach einem größeren Umbau sehr geeignet sein könnte.
Seitens der Post AG wurde bei den Gesprächen eine moderne inhaltliche Neukonzeption in Aussicht gestellt, die eine klare Verbesserung für Kunden bedeuten soll. Dazu gehöre nicht nur die Wiedereinführung der Samstag-Öffnungszeiten, sondern auch ein innovatives 24h-Service für die Kunden. Pakete und Briefsendungen könnten dann vollautomatisch täglich rund um die Uhr in Anspruch genommen werden (ausgenommen davon sind lediglich Rsa-Briefe). Hinsichtlich der Standortwahl versicherten die Vertreter der Post AG neue Überlegungen anstellen zu wollen.
„Bevor man einfach dagegen ist und protestiert, sollte man zuerst wissen, welches Projekt vorliegt. Es muss nicht immer alles so bleiben, wie es ist, wenn man bessere Lösungen erreichen kann,“ meint Kurt Staska mit dem Hinweis auf den Stadtteil Leesdorf, wo nach anfänglichen Protesten nun alle sehr glücklich mit dem neuen Postpartner wären.
„Die Postfiliale am Kaiser Franz Joseph-Ring wird sicher nicht geschlossen, bevor eine adäquate Ersatzlösung geschaffen wurde“, zeigt sich das Stadtoberhaupt kämpferisch. Ganz seiner Meinung ist auch der Gemeinderat, der einstimmig eine Resolution beschlossen hat, die nun der Post AG übergeben werden soll.

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