Liste Flammer übt Kritik an Plakaten von Grünen & FPÖ

BAD VÖSLAU. – „Wo bleibt denn da die Fairness?“ wettert die Liste Flammer gegen die Grünen und die Freiheitlichen, die bereits vor rund einer Woche ihre Wahlplakate aufgestellt haben – und nicht einer Abmachung zufolge erst vier Wochen vor der Wahl.

„Seit Jahrzehnten ist es in Bad Vöslau unter den Vöslauer Gemeinderats-Fraktionen üblich, ein Abkommen zu treffen, die Wahlplakate zum gleichen Zeitpunkt aufzustellen, und zwar frühestens vier Wochen vor einer Gemeinderatswahl. Gesetzlich ginge es zwar schon früher, aber diese Abmachung hat bisher trotzdem in Zusammenarbeit aller Fraktionen funktioniert“, stellt die Liste Flammer in einer Aussendung klar.
„Die Liste Flammer hat in den letzten Jahren immer wieder mit allen Parteien zusammengearbeitet und damit die Straßen und Gassen unserer drei Ortsteile zumindest eine Zeitlang von Wahlplakaten verschont“, meint Bgm. Chris-toph Prinz. „Gerade aufgrund des Wahltermins im Jänner und des Weihnachtsfestes habe ich wieder allen Gruppierungen vorgeschlagen, vor Weihnachten kein Wahlplakat aufzustellen, konkret erst ab dem 27. Dezember.“
Umso enttäuschter zeigt sich der Stadtchef davon, dass FPÖ und Grüne trotzdem schon Plakate aufgestellt haben.
„Es sei gestattet, dass hier bei mir und vielen anderen Bürgerinnen und Bürgern, die mich schon darauf angesprochen haben, nicht nur weihnachtliche Gefühle aufkommen“, meint Prinz kopfschüttelnd. „Die Vöslauer Grünen zeigen hier wieder ihr wahres Gesicht: Fairness und ein schönes Ortsbild sind für sie offenbar dann nicht wichtig, wenn es um den eigenen Vorteil geht. Die Vöslauer Grünen bekräftigten mehrfach, dass sie nicht bereit sind, sich an die Abmachung der Vöslauer Fraktionen halten zu wollen. Aber auch die Vöslauer FPÖ hat bereits politisch motivierte Weihnachtswünsche aufgestellt, um sich vermutlich die besten Plätze zu sichern. Gerade jene Fraktionen, die besonders laut und medienstark über angeblich mangelnde Fairness jammern, gehen bei der eigenen Wahlwerbung mit dem schlechtesten Beispiel voran.“
Völlig anders beurteilt Eva Mückstein von den Grünen die Situation. „Wir haben vollkommen transparent informiert. Der Bürgermeister weiß seit über zwei Monaten, dass die Grünen landesweit ab 15. Dezember plakatieren“, legt Mückstein ihre Sicht der Dinge dar. „Es hat zu keinem Zeitpunkt eine wie immer geartete, anderslautende Vereinbarung gegeben. Uns hat er auch nicht gesagt, dass das so ein großes Problem für ihn ist. Ich gehe also davon aus, dass er das Thema benützt, um die Opposition ungerechtfertigt anzupatzen. Es ist zu befürchten, dass wir diesen schlechten Stil im Wahlkampf noch öfter zu spüren bekommen werden. Auf derartiges dirty campaigning – das in allen politischen Zusammenhängen verpönt ist – werden wir uns aber jedenfalls nicht einlassen.“
Auch Peter Gerstner von der FPÖ bekräftigt, dass es keine Abmachung gegeben habe – und dementsprechend auch keine gebrochen wurde. „Als der Bürgermeister bei den Parteiengesprächen vorschlug, erst ab 27. Dezember zu plakatieren, haben wir geantwortet, dass wir diesen Termin intern und mit der Landespartei abklären müssen“, so Gerstner. „Unsere ca 15 Plakate sind ausschließlich Weihnachtswünsche. Wann, wenn nicht vor Weihnachten sollen wir sie überbringen? Es ist eine landesweite Aktion, der wir uns auch angeschlossen haben, aber es sind keine Köpfe oder politische Statements zu sehen.“ Auch den Vorwurf der Verschandelung des Ortszentrums kann Gerstner nicht nachvollziehen. „Es wäre erfreulich, hätten wir das Zentrum, wie es zum Beispiel Rudolf Scheuvens vorgeschlagen hat, bereits „schön“ gestaltet. Das Stadtzentrum wird leider durch jahrelange Untätigkeit und den Verkehr Tag für Tag verschandelt.“
Bgm. Christoph Prinz bedankt sich indes bei den übrigen Oppositionsparteien. „Mein Dank gilt ÖVP und SPÖ, die sich trotz Wahlkampfzeiten an Fairness und Zusammenarbeit halten. Gemeinsam sind wir der Meinung, dass für Plakat-Werbung auch noch nach den Weihnachtstagen genug Zeit ist“, fasst er zusammen.

Liste Flammer übt Kritik an Plakaten von Grünen & FPÖ
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2 Antworten zu Liste Flammer übt Kritik an Plakaten von Grünen & FPÖ

  1. Kritischer Vöslauer sagt:

    Meine Güte, als hätten wir genauso wie der geschätzte Hr. Bürgermeister nicht andere Probleme.

    Mich stören diese Plakate gar nicht. Es sind Weihnachtsgrüße zu sehen, das ist ja eher was Gutes, sicher aber nichtd Schlechtes. Bestimmt will man sich damit nicht uneigennützig einen Vorteil verschaffen und die besten Plakatplätze sichern…

    Was mich persönlich viel eher stört ist, und das hat Hr. Gerstner angedeutet, dass der Hr. Bürgermeister und die Liste Flammer nichts für das Stadtzentrum und gegen die Verkehrsproblematik unternimmt!
    Wann wird umgesetzt, was Hr. Scheuvens so toll ausgearbeitet hat?
    Immerhin Bestand der Masterplan aus mehr als Radstreifen, E-Steckdose und die Verbauung des Schotterparklpatzes Tremlhof.

    Wenn wir ein tolles u. belebtes Stadtzentrum haben, der Verkehr wieder Luft zum atmen lässt, dann dürfen wir gerne wieder über verfrühte Plakate diskutieren ;)

    Frohe Weihnachten!

    • Rusty sagt:

      Na ja, den Slogan “Unsere Tradition. Unser Fest.” kann ich nicht als Weihnachtsgruß verstehen. Hier wird ein christliches Fest für eine politische Botschaft missbraucht bzw. für eine Partei vereinnahmt, die mit ihrer Politik christliche Werte mit Füßen tritt.

      Der nationale Flügel der FPÖ müsste dabei aber ja eigentlich das “Julfest” feiern und die Anhänger des starken Russlands unter Putin sind mit ihrem Weihnachtsfest ein bisschen zu früh dran. So ist das halt mit einer Tradition bei einer Partei der populistischen Beliebigkeit.

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