Preis für Kaserne steht fest

Lange wurde über den Preis für die Badener Kaserne gerätselt. Jetzt steht fest, dass jeder, der bereit ist, mindestens 33,1 Mio Euro auf den Tisch zu legen, neuer Besitzer der rund 40 Hektar in einer der teuersten Lagen Niederösterreichs werden kann. Die Angebotsfrist endet am 27. Februar. 

Nicht nur die Gemeinde hat mittlerweile in einem Strategiepapier ihre Vorstellungen zu einer künftigen Nutzung der Kaserne festgehalten, auch die mit dem Verkauf beauftragte SIVBEG hat in den vergangenen Monaten ihre Hausaufgaben gemacht. Bodenproben wurden gezogen, um eine mögliche Kontaminierung festzustellen, der Denkmalschutz hat seine Vorstellungen eingebracht. Zu guter Letzt war noch ein Gutachter mit der Festlegung des Mindestverkaufspreises beauftragt.
Unter Berücksichtigung sämtlicher Rahmenbedingungen wurde der Preis mit 33,1 Millionen Euro festgelegt. Seit gestern ist die Kaserne also offiziell am Markt.
SIVBEG-Geschäftsführer Stephan Weninger ist zuversichtlich, schon bald einen Käufer zu finden. „Die Lage mit der Nähe zu Wien ist ideal. Das Areal spricht viele Gruppen an, es stehen zahlreiche Möglichkeiten offen“, so der Immobilienmanager, der es als seine Aufgabe ansieht, alle Parteien an einen Tisch zu bringen. „In manchen Gemeinden geht es schneller, in anderen dauert es etwas länger. Wir haben aber immer noch eine Lösung gefunden“, so Weninger, der auch einen höheren Kaufpreis keinesfalls ausschließt, zumal auch Kontaminierungen laut vorliegendem Befund so gut wie ausgeschlosssen werden können.
Für alle, die in der Lage sind, den Mindestkaufpreis für 72.000 Quadratmeter und 50 Objekte mittels Finanzierungsnachweis zu belegen, sollte der erste Weg zur Gemeinde führen, denn immerhin entscheidet die Widmung über mögliche Nutzungsmöglichkeiten. Mit der derzeitigen „Bauland Sondergebiet Kaserne“ wird kaum jemand etwas anfangen können. Vermutlich wäre es dann noch sinnvoll, mit dem Denkmalschutz zu verhandeln.
141 militärische Liegenschaften hat die SIVBEG bereits um insgesamt 262,4 Mio Euro an den Mann gebracht. Die Martinek Kaserne ist das bislang größte Projekt von Stephan Weninger und seinem Team.

Preis für Kaserne steht fest
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4 Antworten zu Preis für Kaserne steht fest

  1. Evelyn sagt:

    Denkmalschutz – wenn ich dieses Wort schon höre – man sollte nicht immer an alten Dingen festhalten sondern neuen eine Chance geben. Ein grosses Einkaufszentrum wäre doch toll – so ähnlich wie der Fischerpark in Wr. Neustat.

    • Kritischer Vöslauer sagt:

      Ist der Beitrag ernst gemeint? Vorallem mit Hinblick auf “Einkaufszentrum”?

      Denkmalschutz muss gerade dort verhandelbar sein. Sonst wird es äußerst schwierig etwas Vernünftiges zu realisieren, schon alleine ob der Kosten.

      Aber ein Einkaufszentrum ist trotzdem das Letzte was man dort benötigt. Für was? Damit die Innenstadt komplett ausstirbt?
      Die Dichte an Shoppingmöglichkeiten ist ohnehin mit “SCS”, “Fischapark”, und wenn man will “Bloomfield”, groß!

  2. Calypso sagt:

    Über so viel Naivität seitens der Stadt kann man nur lachen oder eher bitter weinen.

    33 Mio. für ein denkmalgeschütztes Objekt, das nur beschränkt verwendbar ist, ist ein utopischer Preis.
    Die Verwendung als Flüchtlingsquartier wäre wenigstens leicht realisierbar gewesen, hätte Arbeitsplätze gebracht, Geld in die Stadtkassa und ein bisschen Solidarität gezeigt. Aber den Denkhorizont darf man von der Badener Stadtregierung nicht erwarten,oder?

    • Kritischer Vöslauer sagt:

      Die Stadt verkauft das Objekt/Areal nicht, sondern SIVBEG.
      Dass aber der Preis Utopie ist, da bin ich bei Ihnen ;)

      Flüchltingslager? Lieber nicht, da ist es noch besser, das Gelände bleibt lange Zeit verlassen. Die Akzeptanz gegenüber Asylwerbe bzw. Flüchtlingen ist mittlerweile so gering, dass die Stadt nicht nur einen gewaltigen Imageschaden erleiden würde. Die Kriminalstatistik würde sich auch negativ entwickeln. Abgesehen davon ist mit Traiskirchen so ein Hotspot in greifbarer Distanz….

      Es ist nicht so, dass ich einen Ausländerhass hege (ganz und gar nicht!!!!), aber die Politik hat zugelassen, das kriminelle Asylanten so präsent sind, dass echte/ehrliche Flüchtlinge in der Bevölkerung nicht mehr beachtet werden.

      Nur am Rande: Wenn man Flüchltinge dort vernünftig unterbringen zu können, müsste viel investiert werden. Denn würde man die Flüchtlinge so hausen lassen, wie einst die Grundwehrdiener (ich war dort), dann gäbe es binnen Tagen einen massiven Aufschrei in den Medien, wie unerträglich und unter der Würde der Mensche das dort ist.

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