Belohnung aus dem Hause Adam

Doris und Karin Adam © www-violin-image.com

Das Stöbern und Experimentieren macht ihnen Spaß, und das merkt man auch: Seit sieben Jahren überraschen Karin und Doris Adam ihr Publikum bei ihrem Zyklus „Konzerte hinter dem Schloss“ mit Raritäten, Vergessenem und Höhepunkten der Kammermusik. Am 15. November starten die beiden Musikerinnen mit einem Konzert namens „Die Forelle“ in die neue Saison.

Egal, was sie ihm angeboten hätten, er hätte es sowieso genommen: Das war die Reaktion des Gründers und mittlerweile verstorbenen langsjährigen Obmanns der Kulturszene Kottingbrunn Joachim Künzel, als ihm Karin und Doris Adam vorschlugen, einen Kammermusikkonzertzyklus in Kottingbrunn zu organisieren. Dass er damit die richtige Entscheidung getroffen hat, zeigt sich daran, dass dieser Zyklus heuer zum mittlerweile siebenten Mal startet.
Aber warum gerade Kottingbrunn? „Begonnen hat es mit einem Konzert im Wasserschloss; und es war Liebe auf den ersten Blick, wir haben uns auf Anhieb wohlgefühlt“, erinnern sich die beiden Schwestern. „Es sind nicht nur wunderschöne Räumlichkeiten, auch die Raumgröße ist ideal für uns. Und die Mitarbeiter der Kulturszene sind einfach ein Wahnsinn. Dinge, die in den großen Konzertsälen der Welt oft zum Problem werden, sind dort eine Selbstverständlichkeit. Ich konnte mir dort sogar aussuchen, welches Instrument ich spielen will“, so die Pianistin Doris Adam.
Der Zyklus „Konzerte hinter dem Schloss“ ist nicht einfach irgendein Kammermusikzyklus. „Es gibt viele Zyklen, die sich zum Beispiel mit Klaviertrios beschäftigen, aber keinen, bei dem Unterschiedliches geboten wird; auch in Wien nicht“, meint die Violonistin Karin Adam. „Es ist wie beim Essen: Es kommt auf die gute Mischung an!“ Für die beiden stand deshalb immer fest: Wenn sie einen Zyklus organisieren, dann wollen sie dort auch Seltenheiten präsentieren, die man sonst nicht zu Gehör bekommt, zum Beispiel Werke oder Komponisten, die in Vergessenheit geraten sind.
Doch damit nicht genug. Denn Doris und Karin Adam ist es auch ein Anliegen, Nachwuchsmusikern und jungen Komponisten bei ihrem Konzertzyklus eine Plattform zu bieten.
Dass dieses Konzept auch den Geschmack der Konzertbesucher getroffen hat, zeigt sich daran, dass sich Karin und Doris Adam seit Jahren über ein treues Stammpublikum freuen können – aber auch immer wieder über neue Zuhörer, die sich für ein ganzes Abo oder auch für einzelne Konzerte entscheiden.
Der Zyklus 2014/15, der am 15. November beginnt, wird ein bisschen anders als die zuvor. „Unser Publikum hat mit uns schon einiges durchgemacht, auch Schräges“, meint Doris Adam lachend. „Diesesmal machen wir mehr einen Belohnungszyklus, mehr Highlights als Raritäten.“ Beim Eröffnungskonzert werden so Mozarts Klaviertrio in C-Dur und Schuberts Forellenquintett zu hören sein. Was natürlich nicht bedeutet, dass die beiden völlig auf Unbekannteres verzichten wollen – Johann Neopomuk Hummels Klavierquintett in Es-Dur zum Beispiel, das ebenfalls am 15. November auf dem Programm steht. „Das ist der Paganini, auf Kammermusik gemünzt“, meint Doris Adam lächelnd. „Es macht Spaß, das Programm zusammenzustellen, denn vieles ist auch für uns Neuland. Hummel kennen wir zum Beispiel schon, aber das Quintett ist auch für uns neu. Wir präsentieren diesmal viele eingängige Melodien, die man kennt, auch, wenn man nicht häufig ins Konzert geht. Oft weiß man aber nicht, wer eigentlich hinter diesem Werk steht.“
Spannende, aber nicht hochwissenschaftliche Geschichten über die einzelnen Werke spielen seit Beginn eine wichtige Rolle beim Zyklus „Konzerte hinter dem Schloss“. „Die Künstlergespräche und Werkseinführungen vor den einzelnen Konzerten mit Thomas Aigner erfreuen sich auch beim Publikum immer größerer Beliebtheit“, meint Karin Adam. „Uns war es wichtig, nicht nur lexikales Wissen zu präsentieren, das können sich die Leute ja auch selbst holen. Lebendige Geschichten, das will das Publikum hören – und genau das macht die ganze Sache ja auch spannend.“
Wie immer werden auch in der Saison 2014/15 zahlreiche Gäste die Konzerte gemeinsam mit Karin und Doris Adam beschreiten. Manche wie Martin Först oder Isabelle Willander waren schon öfters mit dabei, andere wie die Sopranistin Cornelia Hübsch, die im April beim dritten Konzert „Summertime“ singen wird, beteiligen sich zum ersten Mal.
Vier Konzerte umfasst der Konzertzyklus auch heuer wieder. „Die ideale Zahl, um auch das Publikum dafür zu bekommen“, sind sich die beiden sicher. Das detaillierte Programm ist unter www.kulturszene.at abrufbar, Karten für das Abo oder die einzelnen Konzerte sind unter 02252/74383 oder office@kulturszene.at erhältlich.

N. Kranzl

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