„Müssen weiter bockig agieren“

Breite Unterstützung für den Kottingbrunner Protest. Nun schalten sich die ÖVP, FPÖ und Grüne in der Angelegenheit auch auf Landesebene ein. (c) W.Gams

KOTTINGBRUNN. – Rund 80 Bürger beteiligten sich am Samstag an der Protest-Aktion der Bürgerinitiative Himmelblau gegen die 110 KV-Leitung der Wr. Netze. Während es in Enzesfeld mittlerweile bereits zu einem Seiltausch kam, versprechen VP, FP und Grüne, bis hinauf zur Landesspitze, Unterstützung in der Angelegenheit.

Für Himmelblau-Obmann Alexander Hunyadi war die Protestaktion „ein schöner Erfolg“. Rund 80 Bürgerinnen und Bürger aus Kottingbrunn und zum Teil aus Leobersdorf versammelten sich am vergangenen Samstag am Friedhofsplatz zu einer gemeinsamen Protestaktion gegen die Hochspannungsleitung der Wr. Netze. Zwar konnte die von der Med.-Uni Wien durchgeführte Studie noch nicht gänzlich abgeschlossen werden, so viel kann Hunyadi doch bereits vorab verraten: „Wir liegen in allen Messungen massiv über den Vorsorgewerten“. Die Bürgerinitiative verzichtete bei der Protestaktion bewusst auf große Plakate und Doppelhalter, wie man sie bei Demonstrationen vermuten würde, stattdessen wurde Aufklärungsarbeit betrieben und in Gesprächen über den aktuellen Stand der Lage aufgeklärt. Denn: In Enzesfeld wurde mittlerweile bereits ein Teil der Seile ausgetauscht. „Wir müssen weiter bockig agieren“, meinte Kottingbrunns Vize-Bgm. Klaus Windbüchler (FP), der in der Sache eine politische Einflussnahme   beklagte, die „erschreckend“ wäre und die er bei seinem Termin bei der Volksanwaltschaft hautnah erleben durfte. Umso mehr ist er stolz, „dass wir in Kottingbrunn einen Schulterschluss geschafft haben“. Dieser Schulterschluss zieht nun weitere Kreise als nur auf Gemeindeeben. Neben LAbg. Christoph Kainz (VP), der seit der ersten Stunde in der Angelegenheit aktiv ist, versprachen nun auch LAbg. Helga Krismer von den Grünen sowie FPÖ-Bezirksobmann Peter Gerstner im Namen der Landespartei ihre Unterstützung. „Ich  bin der Überzeugung, dass man immer auf Augenhöhe diskutieren soll, und das war hier nicht der Fall. Das ist nicht mein Zugang zu Politik“,  erklärt Kainz seine Unterstützung. „Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass es hier einen negativen Einfluss auf die Gesundheit gibt, und das darf man nicht so stehen lassen. Die Wiener Netze werden mit uns leben müssen und nicht wir mit ihnen“, gibt sich auch Krismer kämpferisch. Und Gerstner versprach: „Nur wenn die in Wien spüren, dass Druck da ist, wird es zu einer Lösung kommen. Die gesamte Landesführung des FPÖ wird in der kommenden Woche nach Kottingbrunn kommen, um sich alles selbst vor Ort anzusehen“. W.Gams

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