Reitgestüt unter Vollbrand

Auch aus weiter Entfernung waren die dunklen Rauchschwaden zu sehen.

TRAISKIRCHEN. – Die Rauchschwaden waren von weitem zu sehen: Am Mittwoch der Vorwoche war im Reitstall „Urbanus“  aus bislang unbekannter Ursache ein Feuer ausgebrochen, das das Gestüt innerhalb kürzester Zeit völlig verwüstete. Tiere kamen allerdings zum Glück keine zu Schaden.

Eine über mehrere Kilometer sichtbare massive schwarze Rauchsäule im Bereich von Traiskirchen veranlasste in den Nachmittagsstunden des 20. August eine Vielzahl von Personen, den Feuerwehr-Notruf 122 zu wählen. Leider konnten die ers-ten Anrufer nur sehr ungenaue Angaben mitteilen.
Vorerst glaubte man daher, dass es sich dabei um einen möglichen Brand in einem Gewerbebetrieb nächst der Landestraße LB212 handeln könnte. Wie es sich aber dann erst einige Zeit später herausstellte, war am Gelände des Reitgestütes „Urbanus“ mitten in den Weingärten zwischen Gumpoldskirchen und Pfaffstätten ein Brand ausgebrochen, der sich in Folge innerhalb kürzester Zeit zu einem Großbrand entwickelte.
Der Reitstall hat eine bebaute Gesamtfläche von ca. 1.500m², darin befanden sich 42 Einstellplätze für Pferde, ein Futter- und Strohlager, eine Werkstatt, Räumlichkeiten zum Aufbewahren von Reitzubehör wie Satteln, Zaumzeug, usw. sowie ein Aufenthaltsraum mit einer kleinen Teeküche.
Der Stall war zur Gänze aus Holz errichtet, das aufgesetzte Satteldach mit Blech eingedeckt. Im Bereich oberhalb des Aufenthaltsraumes war außerdem ein Obergeschoß im Ausmaß von ca. 10 x 10 m. Eine Brandabschnittsbildung war nicht vorhanden.
Aufgrund der Vielzahl der eingehenden Notrufe und der ungenauen Ortsangaben alarmierte die Feuerwehr Bezirksalarmzentrale Baden zuerst die Freiwilligen Feuerwehren Traiskirchen-Stadt, Möllersdorf und Wienersdorf, in weiterer Folge die FF Pfaffstätten und die FF Tribuswinkel. Die Feuerwehr-Bezirksalarmzentrale Mödling veranlasste eine Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehr Gumpoldskirchen.
In der Zwischenzeit hatten noch Mitarbeiter vergeblich versucht, die Flammen, die sich wohl aufgrund der Holzkonstruktion explosionsartig ausbreiteten, mit Feuerlöschern einzudämmen. Als die ersten Feuerwehreinsatzkräfte eintrafen, stand dennoch bereits der ganze Gebäudekomplex in Vollbrand.
Zum Glück befanden sich aber zum Zeitpunkt des Brandausbruchs bereits fast alle Pferde in den Außenkoppeln der Anlage. Die wenigen Tiere, die sich noch in der Nähe des Gebäudes befanden, konnten ebenfalls noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden.
Da sich auch keine Mitarbeiter mehr im Gefahrenbereich befanden, konnte die Feuerwehr umgehend mit den Löscharbeiten beginnen. Leicht auffrischender Wind und die teils offene Bauweise begünstigten aber zusätzlich die rasche Brandausbreitung. Dichte Rauchschwaden umhüllten vor allem den Gebäudekomplex im Bereich der östlich angelegten Werkstatt bzw. des direkt angebauten Strohlagers und des Wirtschaftsbereichs. Eine massive Flammenwand hatte auch die unter Flugdächern bzw. im unmittelbaren Gefahrenbereich abgestellten Traktoren, Bagger, Maschinen und Gerätschaften erfasst.
Der umfangreiche Feuerwehreinsatz dauerte bis in die Abendstunden. In der heißesten Phase standen sieben Freiwillige Feuerwehren mit über 100 Feuerwehrleuten stundenlang im Einsatz.

Reitgestüt unter Vollbrand
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