Kaserne soll kein Flüchtlingslager werden

Wie der Kurier in seiner Ausgabe von Dienstag berichtete, hat Bundesminister Gerald Klug seiner Amtskollegin, Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, unter anderem auch die Martinek Kaserne zum Kauf angeboten. Bis zu 900 Flüchtlinge könnten dort jederzeit Platz finden. 

In den vergangenen Wochen ist das überfüllte Erstaufnahmezentrum in Traiskirchen wieder in den Fokus der Berichterstattung gerückt. LH Erwin Pröll hat nun die Notbremse gezogen und einen Aufnahmestop verhängt (Details Seite 22).
Verteidigungsminister Gerald Klug bringt nun die Martinek Kaserne als Flüchtlingslager ins Spiel. Ein Vorschlag, der nicht nur von den lokalen Politikern strikt abgelehnt wird. Für den Marketingberater Lutz Nowotny steht fest, dass Badens Image gewaltig leiden würde. „Eine Positionierung der Kurstadt über eine Asylantenkaserne wäre da eine noch nie gespielte Downgrade-Marketingvariante. Denn ein positives Stadtimage ist ein wichtiger Teil des„Standort-Kapitals“ der Kaiserstadt Baden für Tourismus und Wirtschaft. Aber auch für die Lebensqualität der Bewohner. Nicht zu vergessen der Immobilienmarkt“, meint der Marketingexperte.
Noch deutlicher formuliert es Bürgermeister Kurt Staska: „War schon die Schließung der Martinek-Kaserne als eine der besten militärischen Standorte keine kluge Idee, ist die nun ins Treffen geführte Verwertung als Massenquartier um nichts klüger. Es kann sich ja wohl nur um einen bösen Faschingsscherz mitten im Sommerloch handeln, was der Herr Minister im Zusammenhang mit der Entlastung der Erstaufnahmestelle Traiskirchen ins Spiel bringt“.
Für den Stadtchef ist die Variante in wenigen Kilometern Entfernung zu Traiskirchen ein neuerliches Massenquartier einzurichten, schlichtweg Provokation, gegen die er sich entschieden verwehrt. „Eine Umwidmung für die Unterbringung von Asylanten schließen wir klar aus“, gibt sich Staska kämpferisch.

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