Schwere Vorwürfe gegen die Stadtpolizei

Am Mittwoch der Vorwoche konnte im Rahmen einer Suchaktion ein vermisster Badener Pensionist gefunden werden. Kurze Zeit später starb er dennoch an Lungenentzündung. Die Familie des Mannes erhebt nun schwere Vorwürfe gegen die Stadtpolizei, die zu lange nichts unternommen hätte. 

Vergangenen Dienstag musste eine Badener Pensionistin, die in der Albrechtsgasse wohnt, zur Therapie nach Bad Vöslau. Ihr 83- jähriger Ehemann wollte in der Zwischenzeit einige Flaschen zum Altglas-Container vor dem Haus bringen. Seit einiger Zeit leidet der Herr nicht nur an leichter Demenz, auch sein Herz bereitet Probleme.
„Als ich gegen 16 Uhr zurückkam, war mein Mann nicht zu Hause. Mein Sohn hat sich sofort auf die Suche gemacht, leider ohne Erfolg“, schildert die Dame.
Gegen 18 Uhr hat der Sohn dann die Stadtpolizei verständigt. „Der diensthabende Beamte hat alles aufgenommen und mir versichert, dass er auch die Bundespolizei verständigen würde. Wir haben unsere private Suche fortgesetzt und auch in allen Spitälern im Bezirk nachgefragt. Um 22 Uhr habe ich wieder bei der Stadtpolizei angerufen. Diesmal hat mir ein Beamter mitgeteilt, dass man vor Ablauf einer 48-Stunden Frist gar nichts unternehmen könnte. Um fünf Uhr Früh bin ich dann noch einmal mit einem Foto ins Badener Spital gefahren. Gegen sechs Uhr war ich wieder bei der Stadtpolizei. Jetzt hatte ein Unifomierter mehr Verständnis. Er setzte sofort alle Hebel in Bewegung. Binnen kurzer Zeit war auch die Hunderettungsstaffel verständigt“, schildert der Sohn.
Die Hündin „Aisha“ war es dann, die den Abgängigen gemeinsam mit ihrer Hundeführerin Traude Nagl lebend im Unterholz neben dem Radweg nach Sooß fand. Obwohl der geschwächte Mann sofort ins Spital gebracht wurde, verstarb er dennoch am Sonntag an einer Lungenentzündung.
„Was die Stadtpolizei da gemacht hat, grenzt schon an unterlassene Hilfeleistung. Meinem Mann hilft es jetzt nichts mehr, vielleicht hilft es aber einem anderen“, so die verzweifelte Frau, die überzeugt ist, dass ihr Mann noch leben würde, wenn man das Anliegen rechtzeitig ernst genommen hätte.
Polizeioberst Walter Santin ist sich der Versäumnisse bewusst, interne Ermittlungen, wie es dazu kam, sind bereits eingeleitet. „Leider hat der Kollege völlig falsch reagiert. Natürlich hätte man noch vor Einbruch der Dunkelheit mit der Suche beginnen müssen“, bedauert der Kommandant der Stadtpolizei.

Schwere Vorwürfe gegen die Stadtpolizei
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