Da waren‘s nur noch zwei

BAD VÖSLAU. – Etwa 73 Wohnungen soll das Projekt „Betreutes Wohnen“ umfassen – das hat die Bedarfserhebung ergeben, die mittels Fragebogen in der Vöslauer Bevölkerung durchgeführt wurde. Und Dank der erhobenen Angaben wurde nun auch die Zahl der in Frage kommenden Grundstücke eingegrenzt. Zwei bleiben in der engeren Auswahl.

Dass in Bad Vöslau Bedarf für „Betreutes Wohnen“ besteht, daran zweifelt im Grunde niemand. Aber wie viel Bedarf gibt es tatsächlich? Wieviele Wohnungen braucht man? Wie sollen diese aussehen?
Um diese Fragen zu beantworten und damit auch das Projekt entsprechend zukunftstauglich und bedarfsorientiert planen zu können, hat die Gemeinde eine Bedarfserhebung mittels Fragebogen durchgeführt. 210 Personen haben bei der Erhebung für 149 Wohnungen mitgemacht und dabei auch den Zeitraum angegeben, in dem sie sich für eine Wohnung interessieren würden: 37 Wohnungen würden demnach von 47 Personen sobald wie möglich gebraucht, 36 Wohungen von 53 Personen in etwa drei Jahren, und 110 Personen meldeten Interesse an 76 Wohnungen in rund fünf Jahren an.
„Wenn wir die Ergebnisse zusammenfassen, gibt es einen kurz- bzw. mittelfristigen Bedarf von circa 73 Wohnungen“, meint Baustadtrat Martin Koisser. „Diese 73 Wohungen wären aufgrund der Fördersituation am sinnvollsten in getrennten Bauabschnitten zu derzeit je 29 Wohneinheiten zu errichten.“
Fünf positive Rückmeldungen von Bauträgern und damit potenziellen Partnern gibt es für dieses Projekt bereits. „Allerdings sind nur vier davon auch gemeinnützige Bauträger, so dass sich die Auswahl auf Heimat Österreich, NÖSTA, Südraum und WET beschränkt“, erklärt Koisser.
Diese vier verbleiben damit im Auswahlverfahren. Mitte Juni wurden bei getrennten Gesprächen mit den Bauträgern die einzelnen Themenbereiche erörtert.
Diese neuen Erkenntnisse bzw. Rückschlüsse haben natürlich auch Auswirkungen auf das Grundstück, auf dem das Projekt verwirklicht werden soll. „Wir brauchen eine gewisse Größe, eine spezielle Konfiguration und Bebaubarkeit und auch entsprechende Erweiterungsmöglichkeiten.“
Im Rennen bleiben deshalb nur mehr zwei Grundstücke: Das von der Opposition bevorzugte Grundstück in der Heilquellengasse und das von der Mehrheitsfraktion favorisierte Grundstück in der Franz Prendingerstraße., Die nächste Ausschussitzung zu diesem Thema findet dann Mitte Juli statt.

Da waren‘s nur noch zwei
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6 Antworten zu Da waren‘s nur noch zwei

  1. Peter Selb sagt:

    Ich weiß zwar mangels Information nicht genau, warum welche Grundstücke für “Betreutes Wohnen” in Frage kommen, frage mich aber, warum die Rathausmehrheit der Liste Flammer so hartnäckig am Standort Franz Prendinger-Straße festhält? Dieses Grundstück liegt eindeutig in der Pheripherie, fernab von jeder Infrastruktur. Ein derartiges Projekt gehört dort verwirklicht, wo es Infrastruktur gibt. Auf die Möglichkeit des City-Taxi zu verweisen, halte ich in diesem Fall für Unfug. Allerdings scheint es mir bei der derzeitigen Stadtentwicklung fraglich, ob sich mittel- bzw. langfristig ein beachtlicher Teil vor allem der im privatwirtschaftlichen Bereich angesiedelten Vöslauer Infrastruktur überhaupt noch im so genannten Stadtzentrum konzentrieren wird. Die Hoffnung, dass das nicht so kommt, gebe ich allerdings nicht auf.

  2. Kritischer Vöslauer sagt:

    Werter Hr. Selb,

    vielleicht gibt ihnen folgendes Kommentar von Hrn. Fischer vom 3.Okt.2013 mehr Aufschluss darüber, weshalb die Liste Flammer an dem einen Standort undebingt festhält:

    “Sehr geehrter Kritischer Vöslauer,
    ich teile Ihre Ausführungen voll und ganz und darf Ihnen dazu gratulieren!
    Aber eines muss uns allen bewusst sein: Die Liste Flammer hat im oben angeführten BZ-Artikel klar Stellung bezogen, dass Sie für das Projekt ausschließlich und nur ausschließlich die Franz Prendingerstraße verwenden will.
    Der Liste Flammer ist es somit völlig gleichgültig, dass solch ein Standort zentrumsnah sein muss; eine höhere Infrastruktur mit z.B. Ärzten, Apotheke etc. aufweisen muss; und keinen zusätzlichen Verkehr erzeugen soll.
    Warum ist auch klar: Allein ist das Gemeinde-Grundstück für dieses Projekt nicht wirklich brauchbar; der Nachbar zufällig die “Aura”. Das Aura-Grundstück hat die Flächenwidmung “Bauland Sondergebiet Kindergarten”, somit für einen Wohnbauträger unbrauchbar und müsste umgewidmet werden!
    Aber warum hat die Aura ein solch gewidmetes Grundstück überhaupt gekauft?
    Und warum setzt sich Hr. Stadtrat Koisser als Geschäftsführer und Miteigentümer der Kosaplan, sowie Fr. Stadtrat Kosa so sehr für diesen unbrauchbaren Standort ein?
    Was ist da wieder gelaufen oder was läuft da?
    Fakt ist, dass hier auf jeden Fall ein lukrativer Schnitt zugunsten der Aura geschaffen werden soll. Denn nun soll scheinbar mit dem Deckmantel der Stadtgemeinde und unter dem Namen “betreutes/betreubares” Wohnen ein eindeutiger Vorteil für den Bauträger erzielt werden.
    Ob der Standort für die Bewohner – welche die ältere Generation darstellt- fussläufig erreichbar ist, ist den Verantwortlichen insbesonderen den Projekttreibern (Bürgermeister; Stadtrat Koisser; Stadträtin Kosa) völlig egal. Angeblich soll sogar Fr. Stadträtin Kosa in der Gemeinderatsitzung verlautbart haben
    “wenn die Bewohner des Objektes nicht mehr zu Fuß gehen können – sollen Sie doch mit dem Fahrrad fahren”
    - wenn diese Aussage stimmt, dann brauchen wir wohl nicht mehr weiter hoffen, dass bei den Projekttreibern eine konstruktive und objektive Einsicht eintreten wird.

    mfg Bernhard Fischer”

    Aura, Kosa, die Namen sind in Bad Vöslau bekannt. Ein Netzwerk bis zum Gemeinderat kann man also erahnen…. Klar, dass es dann eindeutige Bestrebungen zu einem Standort geben kann/muss.

    • Peter Selb sagt:

      Das jemand solche Hypothesen niederschreibt – oder unschöner gesagt, Unterstellungen, noch dazu unter dem Deckmantel eines Pseudonyms (das ist echt feige), halte ich für äußerst ungut. Für mich gilt die Unschuldsvermutung, denn nichts ist bewiesen.

      Aber egal, aus welchen Grund auch immer die Liste Flammer bei “Betreutes Wohnen” für den Standort Franz Prendinger-Straße präferiert, darin echt Vorteile sieht,ist das so, wie wenn mir jemand allen Ernstes erklären will, dass ein Bach auf natürliche Weise bergauf fließt. Und das allein ist schlimm genug.

  3. Joerg Redl sagt:

    Teile die Meinung von Herrn Peter Selb zu 100 % – Unterstellungen unter dem Deckmantel eines Pseudonyms ist echt feig ! Aber ok – nicht jeder steht zu dem was er sagt …

    Zur Sache:
    Ich finde die Diskussion über den Standort gut und richtig ! Ich finde, dass auch es für beide ein für und wieder gibt – die Prendinger Strasse ist natürlich weniger zentral aber in 10 – 15 Minuten ist man zu Fuss im Zentrum und es gibt auch ein City Taxi ! Aber es stimmt, wenn man gar nicht mehr mobil ist, ist das Zentrum ein Stück entfernt – das ist aber die Seniorenresidenz und das Jakobusheim auch !

    Was ich nicht richtig finde ist jemanden der engagiert und toll und mit sehr viel Know How für Vöslau arbeitet immer wieder angegriffen wird (bei anonymen Angriffen kann er sich nicht einmal wehren)!

    Ich denke das Projekt “Betreutes Wohnen” ist viel zu wichtig um darüber zu streiten ! Weder sollte die einen nur “diesen” und die anderen nur “den” Standort in Betracht ziehen, sondern alle Argumente wie nötige Größe, Wirtschaftlichkeit damit es nicht zu teuer wird usw.

    Können sich erwachsene Menschen hier nicht zusammensetzen und die bestmögliche Lösung dafür suchen – für die Leute die das benötigen, für Vöslau und die Wirtschaft ! Am besten Rat auch von Fachkräften einholen und alles offen am Tisch legen.

    Nur etwas abzulehnen weil es der Aura gehört ist genauso falsch, wie etwas abzulehnen weil es wer anderer vorschlagt ! Reine Sachlichkeit sollte hier zum Erfolg führen !

    Mfg
    Jörg Redl

  4. Bernhard Fischer sagt:

    Anhand des Kommentars v. Hrn. Redl merkt man wie „weltfremd“ die Liste Flammer agiert. Ältere Personen sollen zu Fuß 10 bis 15 Min. ins Stadtzentrum – Entfernung rund 1.500 m!!! – benötigen.

    Das bedeutet über 7 kmh Schrittgeschwindigkeit! Das schafft möglicherweise ein junger/sportlicher Mensch, aber bei aller Wertschätzung sicherlich nicht die ältere Generation!

    Betreffend meiner Argumentation v. Okt. sind die Wahrheits-Zutaten sehr einfach abrufbar:

    Man nehme:

    1 x Grundbuchsauszug der betroffenen Grundstücke
    1 x Einblick in den Flächenwidmungs- und Bebauungsplan
    1 x Einblick in die Presseaussendungen/Berichte der jeweiligen Fraktionen
    1 x Objektive Infoeinholung zu den betroffenen Gemeinderatssitzungen

    All die Zutaten werden sanft miteinander vermengt und danach lässt man sie kurz rasten und fertig ist der Wahrheitsbrei.

    Ach ja zum Abschluss: Es ist allzu bekannt, dass die Grundkosten bei solch einem Projekt sicherlich nicht der Hauptteil sind, sondern die Baukosten und die sind an jedem Standort gleich hoch. Damit zieht die einfältige Argumentation vom ach so billigen Grundstück leider nicht…
    mfg Bernhard Fischer

  5. Peter Selb sagt:

    Lieber Herr Redl!
    Bei aller Wertschätzung für Ihre Person muss ich doch einwenden, dass der Vergleich mit Jakobusheim und Residenz beim Kurpark hinkt. Das Jakobusheim ist nach rund 45 Jahren von seiner Konzeption her schon längst überholt und die Residenz hat zumindest einige hauseigene Infrastruktur zu bieten (Gastronomie, Physiotherapie,Friseur, Hellenbad etc.) und den benachbarten Kurpark und den gegenüber befindlichen Kiosk der Firma Schneider.

    Aber muss ich als bestimmende Rathausfraktion nicht versuchen es besser zu machen, muss ich mich an den Achillesfersen anderer orientieren? Ich springe ja auch nicht vom fünften Stockwerk auf die Straße, wenn es zwei andere tun.

    Sollte ich nicht alles daran setzen, etwas Bestmögliches für die Vöslauer Senioren zu schaffen, vielleicht dabei neue, beispielgebende Akzente setzen, damit Niederösterreich nach Bad Vöslau blickt?

    Ehrlich: Ist der Standort Franz Prendinger-Straße bestmöglich und richtungweisend?

    Ehrgeizige Ziele umzusetzen war das, was beispielsweise den ehemaligen Leobersdorfer Bürgermeister Anton Bosch zum Erfolgsbürgermeister werden ließ.

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