Lieber Baden als Hamburg

Für Uta Britt geht nichts über einen Eiskaffee im „Central“. Wenn dieser dann noch von „Herrn Toni“ serviert wird, dann ist der Tag gerettet.

Während die Badener viele Dinge an ihrer Stadt sehr kritisch betrachten, ist die Kurstadt für so manchen Touristen das schönste Fleckchen, das es auf Erden gibt. Auf die Hamburgerin Uta Britt trifft das voll zu. Seit sie Baden „entdeckt“ hat, gibt es für sie kein anderes Urlaubsziel mehr. 

Die Hamburgerin Uta Britt als Touristin zu bezeichnen, ist eigentlich nicht korrekt. Immerhin hat sie seit 1990 in Summe fast zwei Jahre in Baden verbracht. Dem Sauerhof hat sie dabei auch in schwierigen Zeiten immer die Treue gehalten.
„Ich war sehr viel in der Welt unterwegs und habe von Ostafrika bis Kanada viel gesehen“, erzählt die sympathische Hamburgerin, für die ein Urlaub in Österreich nie in Frage kam. „Das Land habe ich immer nur mit unglaublich hohen Bergen in Verbindung gebracht. Eines Tages habe ich dann in einer Hamburger Apotheke einen Prospekt in die Hand bekommen. Darauf war ein Foto des Hotel Sauerhof abgedruckt. Unter der mächtigen Rotbuche, die davor wächst, stand ein Fiaker. Das hat mich sofort angesprochen“, erinnert sich Uta Britt, die darauf hin ihren ersten Urlaub in Baden gebucht hat. „Vom Hotel Sauerhof mit dem großzügigen Schwimmbad war ich von Anfang an begeistert. Dass es in den letzten Jahren mit dem Hotel immer mehr bergab ging, war traurig anzusehen. Zuletzt gab es nicht einmal mehr jemanden, der einem die Koffer aufs Zimmer tragen konnte. Ich habe im Laufe der Jahre viele Direktoren kommen und gehen sehen, nur mit dem Dohnal habe ich mich nicht gut verstanden. Das lag vermutlich auch an meinem Hund. Eines Tages stand Herr Dohnal hinter der Rezeption. Gerade als er sich zu mir drehte, sprang mein Hund mit den Vorderpfoten auf das Pult. Den armen Direktor hat es vor Schreck fast in die Briefe hinter ihm geschmissen. Danach hat er nie wieder ein Wort mit mir gewechselt. Er hat mir aber auch nicht verboten, den Hund mitzunehmen,“ schildert die Hamburgerin, die jeweils drei Wochen im Frühjahr und drei Wochen im Spätsommer in Baden verbringt. Wichtig bei der Urlaubsplanung ist Uta Britt nicht zuletzt der Flohmarkt am Josefsplatz, den sie auf keinen Fall versäumen möchte.
Gerne erinnert sie sich auch an ihren ersten Kaffehausbesuch. „Ich habe Kaffee bestellt und der Kellner hat mich gefragt, welchen ich haben möchte. Ich habe mir gedacht, dass es doch völlig egal ist, aus welchem Land die Bohnen kommen. Die große Auswahl an verschiedenen Kaffees hat mich sehr überrascht“, sagt Britt, die noch keinen einzigen Tag im Hotel gegessen hat.
„Ich gehe am liebsten zum Heurigen, denn so etwas gibt es bei uns nicht. Gunhold, Urbanusschenke, Krenn, Trimmel oder Plos sind meine Favoriten“, sagt die treue Urlauberin, die gesteht, nicht zuletzt auch wegen der kräftigen Rotweine gerne zu uns zu kommen. Etliche Flaschen davon werden zwei Mal im Jahr nach Hamburg „exportiert“. Neben Baden hat es Uta Britt auch die gesamte Region angetan. Zwischen Wienerwald und Rust gibt es kaum ein Fleckchen, dass der treue Gast nicht schon besucht hätte. Natürlich stehen auch Ausflüge nach Wien regelmäßig auf dem Programm. Hätte die Hamburgerin ein passendes kleines Haus gefunden, so wäre sie längst nach Baden übersiedelt. „Ich kann mich hier über nichts beklagen, außer vielleicht, dass es jetzt keine Einzäunungen bei den Gastgärten mehr gibt“, meint Britt, die bereits für den Herbst ein Zimmer im Hotel Weikersdorf gebucht hat. Das wird dann ihr 38. Urlaub in Baden werden.

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