Kurdirektorin Joelle Reiner zieht ein erstes Resümee

Seit 1. Oktober 2013 ist Joelle Reiner Bad Vöslaus neue Kurdirektorin.

BAD VÖSLAU. – Ihr war schon klar, dass sie in ihrem neuen Job „keine ruhige Kugel“ schieben würde, meint Bad Vöslaus junge Kurdirektorin Joelle Reiner lächelnd. Die Organisation des riesigen Jubiläumsfestes hat ihr in den letzten Monaten auf jeden Fall so einiges abverlangt. Mit der BZ sprach Reiner über die ersten Monate in ihrer neuen Tätigkeit.

Jubiläumsfest, wohin man schaut: Hand aufs Herz, hätten Sie sich gedacht, dass Ihr Einstieg als Kurdirektorin gleich so turbulent wird?
Mir war klar, dass ich in diesem Job keine ruhige Kugel schieben würde. Aber das wollte ich auch nicht. Wir haben viele Veranstaltungen in Bad Vöslau, die nur alle zwei Jahre stattfinden, und das meistens in den geraden, zum Beispiel der Gesundheitstag oder das Seifenkistenrennen. Und dazu kommt natürlich das Jubiläumsfest, das es nur alle 10 Jahre gibt. Da kommt schon einiges zusammen, es gibt so vieles zu tun. Aber es macht auch Spaß, und das ist das Wichtigste.

Wie lang haben die Vorbereitungen für das Jubiläumsfest gedauert?
Geplant wird schon seit letztem Jahr. Und eine Idee basiert auf einem Herzenswunsch meiner Vorgängerin: Maria Haarhofer wollte, dass das Fest im Zentrum stattfindet. Deshalb wird am 31. Mai das Zentrum vom Schlossplatz bis zum Badplatz zur Fußgängerzone, es wird nicht nur für Autos gesperrt, sondern auch für den Busverkehr. Niemand kann sich mehr daran erinnern, wann das zum letzten Mal passiert ist.

Warum nicht im Schlosspark?
Wir wollten etwas machen, worüber die Leute auch nach Jahren noch sprechen, ein Fest von Vöslau für Vöslau. Klar wäre der Schlosspark einfacher gewesen, da haben wir vom Stadtfest ja schon Routine, wir wissen, wer wo steht, wo die Stromanschlüsse sind und so weiter. Aber wir wollten etwas völlig Neues machen. Wenn schon, denn schon.

Wie kann man sich das im Detail vorstellen?
Wir werden drei Festzonen haben: In einer steht das „Ges-tern“ im Vordergrund. Dort gibt es zum Beispiel ein historisches Löschfahrzeug oder den Fremdenverkehr in historischen Kostümen. Im „Heute“ spielt sich ein Großteil der Aktivitäten der Vereine ab. Vöslau ist eine Vereinsstadt, und es freut mich ganz besonders, dass sich so viele daran beteiligen werden. Das „Morgen“ ist dann sehr kinderorientiert, und wir haben eine Vielzahl an Aktivitäten für Kinder, von der Rätselrallye bis zur Möglichkeit, sich als Prinz und Prinzessin zu verkleiden. Wir wollten diese drei Bereiche bewusst ins Fest einbauen. Der Bürgermeister hat es sehr treffend auf den Punkt gebracht: „Wir müssen das Ges-tern kennen, damit wir heute die richtigen Entscheidungen für morgen treffen können.“

Wer beteiligt sich mit welchen Aktivitäten?
Wir haben ca. 50 aktive Teilnehmer, Gastronomen genauso wie Künstler, zum Beispiel Kathrin Schuh oder die Musikschule und das BBV und DJ Sol. Die Winzer haben sich zusammengetan und laden zur „langen Budl“. Das Kulturikum wird mit dem „Kulturdienst“ durch die Menge gehen, die Grossinger geben laufend Darbietungen zum Besten. Um 15 Uhr gibt es ein Promi-Wettschwimmen im Thermalbad, im Café Post wird es Live-Musik geben, und die Familie Gal-Aslanidis ist uns sehr entgegengekommen und hat den kompletten Garten des Café Thermal geöffnet. Dort wird unter anderem der Streichelzoo untergebracht. Und dann haben wir natürlich den großen Festakt vor dem Rathaus um 20.30 Uhr. Dafür haben wir uns eine 8×5 Meter große Leinwand und eine große Bühne geleistet. Dort wird es dann eine von der Museumsdirektorin Silke Ebster zusammengestellte Präsentation über die verschiedenen Bereiche des Lebens in Bad Vöslau geben: Wein & Heurigen, Kur & Wasser, Persönlichkeiten und so weiter. Wir haben uns bemüht, ein buntes und breit gefächertes Programm zusammenzustellen. Und das Schöne daran ist, dass sich so viele beteiligt haben. Ich wollte kein Korsett basteln und die Leute einteilen, sondern eben, dass sich jeder einbringen kann. Und ich bin regelrecht begeistert von der Kreativität der Menschen in dieser Stadt. Bad Vöslau versteckt sich immer ein bisschen hinter der „großen Schwester“ Baden; dabei hat sie das wirklich nicht nötig.

Freuen Sie sich auf das Fest oder dominiert die Nervosität?
Am Anfang hatte ich Bauchweh, jetzt freue ich mich schon richtig drauf. Erfahrungswerte gibt es keine, wir lassen uns einfach überraschen. Das einzige, was jetzt noch passen muss, ist das Wetter.

Haben Sie nach dieser Riesenaufgabe das Gefühl, schon endgültig eingearbeitet zu sein?
Ich glaube, dafür werde ich dieses Jahr noch brauchen. Da sind so viele „Eh klar“-Sachen: Dinge, die im Hintergrund laufen, die man aber trotzdem bedenken und planen muss. Und dafür braucht man ganz einfach auch die Routine.

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