Viele Einbauträger sorgen für viele Baustellen

BAD VÖSLAU. – Warum wird auf einem Straßenzug gegraben und nach zwei Wochen wieder? Warum werden notwenige Aufgrabungsarbeiten nicht besser gebündelt? Fragen, die sich vor allem Geschäftstreibende am Bad- und Schlossplatz in den vergangenen Wochen immer wieder stellten. Das Problem: Es gibt viele verschiedene Einbauträger.

Kabelsignal, Wasserleitungsverband, Wienstrom, EVN, Telekom und nicht zuletzt die Gemeinde selbst: Sie alle müssen immer wieder Straßenzüge aufgraben, um Leitungen zu erneuern oder Servicearbeiten durchzuführen. Nur für den Kanal ist die Gemeine selbst zuständig, alle anderen Rohre und Leitungen fallen in den Zuständigkeitsbereich diverser „Einbautenträger“, wie es im Fachjargon heißt.
Das ist auch der Grund dafür, warum manche Arbeiten nicht gebündelt werden – sie fallen in unterschiedliche Zuständigkeiten. „Zum Teil gibt es im Frühling natürlich auch Wiederherstellungsarbeiten, zum Beispiel dann, wenn im Herbst aufgegraben wurde. Dann wird im Frühling die endgültige Pflas-terung gemacht“, erklärt Bad Vöslaus Baudirektor Andreas Zimmermann. „Aber auch, wenn durch die unterschiedlichen Einbauträger der Eindruck entsteht, dass an derselben Stelle zwei Mal hintereinander gegraben wird, so täuscht das: Einzelne Leitungen müssen sogar in gewissem Abstand voneinander liegen.“
Das Wasserleitungsnetz in Bad Vöslau stammt zum Großteil aus den 1930er Jahren und muss erneuert werden, und beim Gasnetz ist ein regelmäßiger Tausch sowieso aus Sicherheitsgründen vorgeschrieben.
„Wir bemühen uns, die Arbeiten zu bündeln“, so Gerald Burger, Zuständiger für Straßenbau und Verkehrsangelegenheiten. „Zum Beispiel haben im Vorjahr EVN und Wasserleitungsverband vom Schlossplatz bis zum Badplatz und auch in der Großauer Straße gemeinsam ihre Leitungen verlegt, und das soll auch auf noch mehr Straßenzügen so gemacht werden. Durch Probeleitungen und dergleichen kann es aber manchmal zu wiederholten Grabungen bzw. Wiederherstellungsarbeiten mit endgültiger Asphaltierung kommen.“
Doch es gibt auch noch einen weiteren Grund dafür, warum sich gerade jetzt im Frühling die Arbeiten häufen – sehr zum Ärger etlicher Geschäftstreibender im Zentrum, die in den letzten Wochen ihren Unmut geäußert haben. „Wir wollten das Zentrum bis zum 30. April komplett fertig gestellt haben – eben, weil dann die Bade- und Tourismussaison beginnt“, erklärt Burger. „Deshalb haben mehrere Unternehmen jetzt im Frühling mit ihren Arbeiten begonnen. Am Schloss- und Badplatz ist jetzt alles fertig, in anderen Straßenzügen werden die notwendigen Arbeiten aber natürlich weiter fortgesetzt.“
Eine detaillierte Auflistung aller aktuellen Grabungsarbeiten gibt es übrigens auf der Website der Stadtgemeinde unter www.badvoeslau.at.

Viele Einbauträger sorgen für viele Baustellen
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