Damien Hirst & Arnulf Rainer

Die neue Ausstellung im Arnulf Rainer Museum wartet mit einer Sensation auf: Zum ersten Mal werden die Malereien des britischen Künstlers Damien Hirst in Österreich zu sehen sein. Bei „DAMIEN HIRST/ARNULF RAINER“ treten zwei der einflussreichsten lebenden Künstler in einen Dialog; hinweg über Generationengrenzen.

Das Arnulf Rainer Museum zeigt erstmals Malerei des britischen Künstlers Damien Hirst in Österreich. Damien Hirsts Serie „Two Weeks One Summer“ werden ausgewählten Arbeiten Arnulf Rainers aus 6 Jahrzehnten gegenüber gestellt.
Expressionistische, selbstreflexive Stillleben Damien Hirsts aus den Jahren 2010 bis 2012 treffen auf Arnulf Rainers energische Fingermalereien, aktionistische Face Farces und kontemplative Übermalungen der frühen 50er Jahre.
Die Ausstellung DAMIEN HIRST/ARNULF RAINER entspinnt dabei einen künstlerischen Dialog zwischen zwei der einflussreichsten lebenden Künstler über Generationsgrenzen hinweg: Arnulf Rainer (*1929) und Damien Hirst (*1965) arbeiten beide konsequent an der Erweiterung ihres künstlerischen Vokabulars und finden dennoch einen gemeinsamen Nenner in ihrer Wertschätzung und Anerkennung der erneuernden Kraft der Malerei.
Der Niederländische Kurator der Ausstellung Rudi Fuchs gilt als einer der international renommiertesten Ausstellungsmacher. In den architektonisch anspruchsvollen Räumen komponiert er eine sorgfältige Zusammenführung von über 80 Werken der beiden Ausnahmekünstler.
Arnulf Rainers und Damien Hirsts Arbeiten wechseln einander stetig ab und entwickeln, gleich einer literarischen Erzählung oder musikalischen Komposition, ein schöpferisches Zwiegespräch.
Die Bilder Damien Hirsts entstanden in einem Zeitraum von zwei Jahren in zurückgezogener Konzentration in Devon, England. Im Gegensatz zu den großen skulpturalen und seriellen Werken, die mit Mitarbeitern in der fabrikgleichen Atmosphäre seines Studios entstehen, hat sich Damien Hirst in dieser Serie von Gemälden persönlich einem der wesentlichsten Medien und Genres der Kunstgeschichte gestellt: Stillleben und Ölmalerei.
Über mehrere Wochen hinweg, unbeeinflusst von allen Verpflichtungen und Ablenkungen hat Damien Hirst zwischen 2010 bis 2012 versucht, dem Wesen seiner Kunst über die Rückbesinnung auf Maltechnik und inhaltliche Konzentration nahe zu kommen und essentielle, kraftvolle Werke zu schaffen. Entstanden ist die 40 Gemälde umfassende Serie „Two Weeks One Summer“, die bisher nur einmal in einer Ausstellung der White Cube Gallery in London zu sehen waren.
In ihrer Haltung der Kunst im Allgemeinen und der Malerei im Besonderen gegenüber sind Damien Hirst und Arnulf Rainer einander verwandt. Arnulf Rainer formuliert in den 50er Jahren Aufsätze und Thesen mit der für ihn zentralen Aufgabe der Malerei als „visuelle „Form“ des geistigen Bewusstseins und setzt sich intensiv mit der Nähe und Konsequenz aus Leben und Tod auseinander. Auch Damien Hirst transportiert mittels penibel kalkulierter Installationen und Assemblagen die großen Themen des Werden und Vergehens. Beide Künstler verbindet aber die Erkenntnis, dass die Malerei als komplexeste künstlerische Ausdrucksweise den Maler zur Wahrheit zwingt.
Die neue Ausstellung wird von 25. April bis 5. Oktober zu sehen sein, zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Text des Kurators Rudi Fuchs.

Damien Hirst & Arnulf Rainer
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