Baden bekommt Eislaufplatz zurück

Im Rahmen der Gemeinderatssitzung, die am Dienstag Abend stattgefunden hat, wurden auch die Ergebnisse der Sport-Umfrage präsentiert. Demnach liegen Eislaufen, Klettern und Leichtathletik in der Gunst der Umfrage-Teilnehmer ganz vorne. Nun geht das Projekt in die nächste Phase. 

Drei Wochen lang waren die Badener eingeladen, sich an einer Umfrage zu beteiligen, die Klarheit bezüglich des künftigen Sportangebots in der Stadt, bringen sollte.
„Eislaufen“ schaffte es bei der Beurteilung „sehr wichtig“ mit einem Vorsprung von fast 12 Prozent überlegen auf den ersten Platz.
Bürgermeister Kurt Staska nützte die jüngste Gemeinderatssitzung um nicht nur die Ergebnisse der Umfrage vorzustellen, sondern mittels Dringlichkeitsantrag einen Grundsatzbeschluss für die neue Trendsporthalle zu erreichen. „In Baden wurde die bislang umfassendste Befragung zu den Sportstätten durchgeführt“, so der Bürgermeister, der schon in der Vorwoche alle Fraktionen zu einem Runden Tisch geladen hatte. „Ich möchte als Bürgermeis-ter den Vorschlag machen, dass alle Parteien so handeln, wie es die Menschen in Baden wollen“, begründete Staska seinen Dringlichkeitsantrag. „Ich ersuche die Vertreter aller politischen Parteien, sich mir anzuschließen, damit wir das umsetzen, wofür sich die Bürger ausgesprochen haben. Entscheiden wir so, wie sich die Menschen entschieden haben- durch einen Grundsatzbeschluss“, so der Bürgermeister, der dafür nicht nur Beifall erntete.
„Die Badener wollen einen Eislaufplatz und keine Trendsporthalle. Das ist auch gar nicht Sache einer Kommune“, meinte SP-Chef Stadtrat Markus Riedmayer, der auch für den Dringlichkeitsantrag wenig Verständnis aufbrachte. Seiner Meinung nach wüsste man seit Wochen, dass es ein Ergebnis geben würde.
Ähnlich sieht das auch Stadtrat Jowi Trenner von „wir badener“. „Diese Online- Umfrage kann man nur als Alibiaktion bezeichnen. Sie schließt Bürger ohne Internet aus und gewährt keine Anonymität. Außerdem ist die Herkunft der rund 900 Teilnehmer ungewiss“, so Trenner, der meint, dass dies nichts mit echter Bürgerbeteiligung zu tun hätte. Er fordert einmal mehr eine echte Volksbefragung im Rahmen der EU-Wahl am 25. Mai. Aller Kritik zum Trotz wurde der Antrag nach langen Diskussionen angenommen. Nun beginnt die Planungsphase.

Baden bekommt Eislaufplatz zurück
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2 Antworten zu Baden bekommt Eislaufplatz zurück

  1. Johann Turek sagt:

    Bei der grotesken Sport-Umfrage des Bürgermeisters, der seinen Amtssitz vom Rathaus offenbar schon auf seine Privatadresse in der Biondekgasse verlegt hat (siehe sein Schreiben an die “lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger in Baden”) haben gerade einmal 3 Prozent der Badener Bevölkerung teilgenommen (765 von rd. 25.000). Von denen begeistern sich angeblich rd. 68 Prozent für die Trendsportart “Klettern”. Für diese etwa 500 Kletterenthusiasten soll nun von der Stadtgemeinde Baden eine “Trendsporthalle” errichtet werden. Das kann doch nicht Ernst gemeint sein?

    • Rusty sagt:

      Wenn man eine Umfrage so durchführt muss man auch mit diesem Ergebnis leben.
      In der Sache ging es meines Erachtens ja immer nur um den Eislaufplatz, die Idee der Trendsporthalle wurde von schwarz-grün ja nur im Zuge des öffentlichen Aufschreis in die Debatte geworfen!

      Das Ergebnis macht aus meiner Sicht auch deutlich, dass man politische Gestaltung nicht einfach in die Hände der Bevölkerung legen kann – das ist Flucht aus der politischen Verantwortung. Egal wie eine Befragung auch immer durchgeführt werden sollte – das Ergebnis wird sich immer aus einer Summe der Einzelinteressen zusammensetzen; und jeder kann auf die andere Gruppe hinweisen und sagen: Was, für die paar Hansln’ wollt’s ihr des machen?! Egal ob Kletterer, Eisläufer oder Cafehausbesucher.

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