Zu wenig Platz für Kleinkinder

Immer öfter geht der klassische Familienverband verloren, Großeltern arbeiten noch oder wohnen weit weg. Auf der anderen Seite sind aber immer mehr Mütter kleiner Kinder gezwungen, wieder beruflich tätig zu sein. Was fehlt sind Betreuungsplätze für Kinder unter zweieinhalb Jahren. 

„Der Löwenanteil der Finanzierung einer Kleinkindergruppe, vor allem wenn die Ausstattung und die Betriebskosten mitberücksichtigt werden, liegt bei den Gemeinden und Städten. Aus diesem Grund schlagen wir bei der Finanzierung von Kleinstkinderbetreuungseinrichtungen weiterführende Maßnahmen vor“, sagt der 3. Landtagspräsident Franz Gartner, der überzeugt ist, dass die Öffentliche Hand gefordert ist, sich dem gesellschaftlichen Wandel anzupassen.
„Niederösterreich hat bei der Kleinstkinderbetreuung, also bei den unter 2,5-Jährigen, enormen Nachholbedarf. Um Eltern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bestmöglich zu unterstützen, braucht es ein flächendeckendes Angebot an Betreuungsplätzen für unsere Kleinsten. Die Betreuung muss leistbar sein und die Öffnungszeiten müssen sich an den Arbeitszeiten der Eltern orientieren“, so Gartner, der vom Ebreichsdorfer Bürgermeister Wolfgang Kocevar Schützenhilfe erhält.
„Der finanzielle Beitrag, den das Land NÖ bei den Kleinstkinderbetreuungseinrichtungen beisteuert, ist zu gering – auch mit den neuen Förderrichtlinien die seitens des Landes angedacht sind. Viele Gemeinden werden auch dann noch Schwierigkeiten haben, ausreichend Betreuungsplätze zu schaffen, obwohl die Nachfrage groß ist. Jede neue Kindergartengruppe kostet rund 60.000 Euro pro Jahr. Der Vorschlag der SPÖ NÖ versetzt Gemeinden besser in die Lage solche Einrichtungen zu schaffen, da die Kosten zwischen Eltern, Gemeinde und Land damit fairer aufgeteilt werden“, so Kocevar, der meint, dass diese Problematik vor allem Gemeinden betrifft, in denen besonders viele Jungfamilien zuziehen.
Dem widerspricht der Leiter des Badener Kindergartenreferates Otto Wolkerstorfer. „Wir verfügen über einige geeignete Einrichtungen für Kinder unter zweieinhalb Jahren, die den Bedarf zu einem Teil abdecken können. Dennoch wird die Problematik auch in Baden immer spürbarer.“
Konkret fordern Gartner und Kocevar eine Zukunftsstrategie bei der Förderkulisse, die Gemeinden noch mehr entlasten und zu einem besseren Angebot an Kleinstkinderbetreuungsplätzen beitragen soll. Auch bei der schulischen Nachmittags- und Hortbetreuung sollten demnach die Elternbeiträge auf 88 Euro gedeckelt werden.

Zu wenig Platz für Kleinkinder
0 votes, 0.00 avg (0% score)

Einen Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*


SPAM-Schutz

Kopieren Sie dieses Passwort *

Tragen Sie das Passwort hier ein *

Sie können folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Vario Haus Auszeichnung

Staatliche Auszeichnung für VARIO-HAUS
Die VARIO-BAU Fertighaus GesmbH wurde 1983 gegründet. Unter der Spitzenmarke im Fertighausbau „VARIO-HAUS“ werden Einfamilienhäuser primär als Niedrigstenergie- oder Passivhäuser ... weiterlesen

Anzeige

Auf Mobile-Version umschalten