Afrika Bar kommt nicht zur Ruhe

Aus dem ehemaligen Schandfleck in der Braitnerstraße ist ein echtes Prunkstück geworden.

Über 10 Jahre vergingen, bis sich ein Badener Architekt der völlig verwahrlosten Afrika Bar in der Braitnerstraße annahm. Mittlerweile ist aus dem ehemaligen Schandfleck ein echtes Prunkstück geworden. Der Bauherr beklagt nun aber mangelnde Unterstützung durch offizielle Stellen. 

2001 schloss die Afrika Bar für immer ihre Pforten. Die Jahre vergingen und das Ensemble verwahrloste zusehends. Mehrere Projekte wurden eingereicht, aber keines wurde realisiert. Schließlich begann sich die Badener Architektenfamilie Zweymüller für das Objekt zu interessieren. Der Rest ist Geschichte, mittlerweile erstrahlt das Ensemble in neuem Glanz, sämtliche Büroflächen, bis auf 80 Quadratmeter konnten in dieser zentralen Lage, unmittelbar neben dem Parkhaus bereits vermietet werden. Dennoch ist Architekt Albert Zweymüller nicht ganz glücklich.
„Wir haben uns als Badener für Baden sehr ins Zeug gelegt. Das Objekt, eigentlich abbruchreif, war eine große architektonische Herausforderung, der wir uns gerne gestellt haben. Man hat uns aber ins Wadel gebissen, wo immer es ging. Unsere Investitionen betrugen mehr als 2 Mio Euro und als Dank haben wir jetzt eine schlechte Nachrede. Wir hätten das Ganze wesentlich günstiger gestalten können und bis zu 400.000 Euro gespart“, ärgert sich Zweymüller, der sich auch vom Denkmalamt im Stich gelassen fühlt. Von einer zugesagten Förderung soll nur ein Drittel ausbezahlt worden sein.
Zu wenig Geld hätte der Badener Architekt angeblich auch von der Immobilien Baden GmbH erhalten. „Wir wurden mit der Erstellung dreier Projekte für das Areal der NÖGKK in der Vöslauerstraße beauftragt. Von den vereinbarten 15.000 Euro Honorar haben wir aber nur 7.000 erhalten, auf den Rest warten wir seit Monaten“, schildert Zweymüller, der in Zukunft auf Aufträge der Stadt lieber verzichten möchte.
Sowohl beim Denkmalamt, als auch bei der Immo-Gesellschaft kann man die Vorwürfe nicht nachvollziehen. „Nachdem nun alle Änderungen, die es gegenüber des ursprünglichen Planes gab, genehmigt sind, wurde genau jene Summe ausbezahlt, die ursprünglich vereinbart war“, heißt es von seiten des Denkmalamtes.
Der Geschäftsführer der Immobilien Baden GmbH, Gerhard Freund, steht indes auf dem Standpunkt, dass nicht entsprechend dem Angebot die volle Leistung erbracht wurde. „Das ist auch der Grund, warum wir nicht die volle Summe ausbezahlt haben. Wir bemühen uns seit Wochen vergeblich, mit dem Architekten zu einer Lösung zu kommen. Auf mehrere unserer Vorschläge gab es keine Reaktion“, so Freund.
Keinen Grund zur schlechten Nachrede sieht auch Badens Baudirektor Georg Kaiser. „Während der Bauarbeiten hat es bezüglich einiger Änderungen, die nicht genehmigt waren, kleinere Unstimmigkeiten gegeben. Mittlerweile wurden die Missverständnisse aus dem Weg geräumt und sind wir aber sehr froh, dass der Schandfleck entfernt wurde.“
Dem schließt sich auch Bürgermeister Kurt Staska an. „Wir haben sicher nie schlecht über das Projekt oder die Bauherren gesprochen. Wir sind im Gegenteil sehr glücklich mit der neuen Afrika Bar. Ich schätze sehr, dass sich jemand des Problems angenommen hat“, zeigt sich Staska über die Vorwürfe erstaunt.

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