Geburtshilfe für Trendsporthalle

Kurz nach Einstellung des Betriebes auf der ehemaligen Kunsteisbahn tauchte die Idee für eine Trendsporthalle als Ersatzsportstätte auf. Skater, Kletterer oder Basketballer könnten dort ein neues Zuhause finden. Nun wurde die Badener Agentur Vision05 mit einer Bedarfsanalyse betreut.

Volleyball, Klettern, Bechvolleyball, Hochseilgarten oder vielleicht doch etwas ganz anderes? Dieser Frage wird das Team von Vision05 in den kommenden Wochen sehr intensiv nachgehen.
„Im ersten Schritt für einen möglichen Bau einer neuen Trendsporthalle geht es darum, eine Bedarfsanalyse zu entwickeln. Gemeinsam mit Sportwissenschaftlern von der Schmelz soll der Bedarf und die Entwicklung von Trendsportarten in Baden bzw. im Bezirk erhoben werden“, schildert Vison05 Geschäftsführer, Dominik Gschiegl.
„Dazu zählt auch eine umfangreiche Recherchearbeit zu aktuellen Studien der Sportentwicklung bzw. Trendsportentwicklung und in Österreich bereits vorhandener Mehrzweck/Trendsporthallen (best practice Konzepte). Viele Gespräche, vorrangig mit dem Land NÖ, dem Bundesministerium und den Verbänden werden notwendig sein. Dann folgen Gespräche mit Schulen, Vereinen und Leis-tungssportlern. Ziel dieser ersten Phase ist es nicht, die Sportstätte an sich zu konzipieren, sondern vorrangig einen möglichen Bedarf an Trendsportarten und die dafür notwendige Infrastruktur zu erheben. Aufbauend auf dieser Bedarfsanalyse wird als zweiter Schritt das Konzept selbst erstellt werden. Nachfolgend finden Gespräche mit Sportstättenbauern und Architekten statt. Dann soll entschieden werden ob und in welcher Form der Bau umgesetzt werden kann und mit welchen Kosten zu rechnen ist. “, betont Gschiegl, der sich prompt der Kritikvon SPÖ und „wir badener“ ausgesetzt sah.
Die Bürgerliste attestiert Vision05 zwar große Kompetenz, wenn es um Ausrichtung von Events geht, jedoch: „Hier geht es aber um keine Sportveranstaltung, sondern um eine Markterhebung, die jedenfalls von einem auf diesem Gebiet erfahrenen Unternehmen bzw. Institut durchgeführt werden sollte“, meint StRin. Christine Witty, die auch überzeugt ist, dass die Badener Agentur zu sehr in das städtische Sportleben involviert wäre, um unabhängig agieren zu können.
Gänzlich falsch verstanden dürften die Sozialdemokraten die Auftragvergabe haben. Sie gehen gar nicht auf die Bedarfsanalyse ein, sondern argumentieren, dass Vision05 keine Erfahrung bei der Errichtung von Sportstätten hätte. „Das wird wieder einmal eine hausbackene Geschichte, mehr nicht. Denn der beauftragten Firma fehlen entsprechende Referenzen für Sportanlagenbau“, so StR. Markus Riedmayer.
Verärgert über diese Aussagen zeigt sich Projektleiter Gschiegel. „Wir sind sehr enttäuscht darüber, dass wir als langjähriger verlässlicher Partner vieler Badener Unternehmer, der Stadt und dem Land Niederösterreich von bestimmten Personen/Parteien angegriffen werden. Haben wir uns doch in den vergangen Jahren in vielen Bereichen in der Stadt auch freiwillig engagiert. Die Angriffe kommen von Menschen, die noch nie den direkten Kontakte zu uns gesucht haben. Wir wollen auf keinen Fall in irgendwelche politischen Kampagnen hineingezogen werden, mit denen wir nichts zu tun haben wollen. Es wäre sehr einfach gewesen direkten Kontakt zu suchen und sich zuerst über unsere Tätigkeiten zu informieren bzw. uns kennenzulernen, bevor man irgendwelche Anschuldigungen trifft. Das ist vielleicht in der Politik üblich, wir bevorzugen aber wie gesagt den direkten Kontakt. Zudem wurden wir gefragt ob wir bei der Konzeptarbeit mit entwickeln wollen“, betont Dominik Gschiegl, der auch darauf hinweist, dass das Team von Vision05 aus Wirtschaftswissenschaftlern, Informatikern, Grafikern und Sportwissenschaftlern besteht.
„Dazu sind wir regional stark verankert und kennen die Problematiken unserer Schulen und Sportorganisationen in der Stadt Baden, da wir regelmäßig gemeinsam an Projekten arbeiten und auch selber in Vereinen ehrenamtlich tätig sind.“
Bürgermeister Kurt Staska stellt ebenfalls klar, dass es sich vorläufig nur um die Erhebung des Bedarfes geht. Erst wenn dieser feststeht, würde man an die Planung gehen.
„Optimistisch betrachtet, wird im Spätherbst 2014 mit den Arbeiten am Parkdeck begonnen. Rund ein Jahr später stünde dann das Areal in der Fabrikgasse, das bis dahin als Parkplatz genutzt wird, wieder zur Verfügung. Frühestens 2016 könnte die Trendsporthalle realisiert werden“, so Staska.

Geburtshilfe für Trendsporthalle
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2 Antworten zu Geburtshilfe für Trendsporthalle

  1. Andreas sagt:

    Also in Mödling sieht man großen Bedarf für eine Doppel-Eishalle. Dort gibt es bereits Gespräche mit dem Landeshauptmann-Stellvertreter & Finanzlandesrat, der anscheinend nicht abgeneigt ist das Ganze zu unterstützen, wenn mehrere Gemeinden sich daran beteiligen. Deshalb will Mödling auch die Badener mit einbeziehen. Wobei anscheinend von den Gemeinden “nur” die Baukosten zu tragen wären (die laufenden Kosten würde wohl das Land tragen).

    • Rusty sagt:

      Aufgrund des Verhaltens von ÖVP und Grünen in Sachen Eislaufplatz sehen diese Eishockey und Eiskunstlauf nicht als Trendportsarten. Die Entwicklung um eine mögliche Eishalle in Mödling wird die Entscheidung über die Trendsporthalle wohl nicht beeinflussen. Wie könnte sie auch, das würde ja bedeuten, dass die Schließung des Eislaufplatzes ohne Nachfolgekonzept eine Fehlentscheidung gewesen wäre – und Staska/Krismer machen bekanntlich keine Fehler :-) )

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