„Sind Pioniere in Österreich“

Mit der Schola Thomas Morus hat Baden seit Beginn des Schuljahres ein drittes Gymnasium. Laut Geschäftsführer Christiaan Geusau leiste man, vor allem durch die Wiederentdeckung des „Klassischen Lehrplans“ Pionierarbeit in Österreich.

„Im Raum Baden fehlte ein katholisches Gymnasium“, erklärt Geschäftsführer Christian Geusau die Intention zur Gründung der „Schola Thomas Morus“, die mit diesem Schuljahr ihre Tore am Kaiser Franz-Ring 11 öffnete. Genau genommen ist es eine „Privatschule in freier Trägerschaft“, wobei der Träger der „Verein Thomas Morus Schule ist“. „Die Gründung war eine reine Privatinitiative von Eltern und Pädagogen. Wir im Vorstand haben alle mit dem Bereich Bildung zu tun. Unsere Idee war nicht nur eine gute Schule, sondern eine, an der der Glauben präsent ist“, so Geusau. Die Art der Schulform wurde bewusst deshalb gewählt, um unabhängiger zu sein bei der Auswahl des Lehrpersonals. Dies bedeutet aber auch, dass der Verein die Kosten der Schule zur Gänze selbst übernehmen muss. Die Finanzierung erfolgt über Spenden und den Schulbeitrag von 2.500 Euro pro Jahr und Kind. Als Schulleiter konnte Friedrich Wally, ehemaliger Direktor des Schottengymnasiums, zurück aus der Pension geholt werden.
Die drei großen Gründungsgedanken der Schule sind „gelebter Glaube“, „aktive Vermittlung von Tugenden“ und die eigentliche „Pionierarbeit“: die Wiederentdeckung des Klassischen Lehrplans. „Der Klassische Lehrplan ist keine katholische Erfindung, sondern gab es schon bei den alten Griechen. Wir wollen Menschen befähigen, selbständig zu denken, zu begreifen, und zu lernen. Wir wollen nicht nur Stoffe vermitteln, die Schüler sollen auch begreifen warum etwas so ist“, so Geusau. Die „sieben freien Künste“ (Grammatik, Rhetorik, Logik, Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie) sind an der Schule „die sieben Handgriffe zur Wirklichkeit“, erklärt Geusau. „Wir haben den gleichen Lehrplan wie an jeder anderen AHS, haben dadurch aber einen anderen Zugang“. So gibt es im Stundenplan bereits ab der 1. Klasse neben Deutsch separat auch den Gegenstand Literatur bzw. Latein alle acht Jahre. Geusau: „Latein ist für uns besonders wichtig, einerseits kulturmäßig, andererseits, da es die beste Grundlage ist, um später andere Sprachen zu lernen“.
Zur Zeit unterrichten die  insgesamt elf Lehrer der Schule zwar erst eine Klasse, dies soll kontinuierlich von Jahr zu Jahr erweitert werden. Von der Gemeinde aus besteht die Möglichkeit, weitere Räume des Gebäudes zu mieten und der Tag der offenen Tür gab Geusau Mut für die Zukunft. „Rund 60 Eltern haben sich erkundigt. Es gibt sogar welche, die wegen der Schule jetzt nach Baden ziehen wollen“, berichtet Geusau.

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