Streit um Wahlplakat der Grünen

Der Stein des Anstoßes: Ein Plakat zur Nationalratswahl an der Badner Straße.

BAD VÖSLAU. – „Anscheinend legen die Grünen keinen Wert auf ein gepflegtes Ortsbild“, meint Bgm. Christoph Prinz, wenn es ums Wegräumen der Plakate zur Nationalratswahl geht. Grund für die Kritik ist ein übriggebliebenes Plakat an der Ecke Zieglergasse/Badner Straße.

Ein Plakat auf Gemeindegrund sorgt derzeit für Unmut seitens der Liste Flammer. „Woche vier nach den Nationalratswahlen, und noch immer haben es die Grünen nicht geschafft, ihr letztes großformatiges Wahlplakat zu entfernen. Auch schon vor der Nationalratswahl fiel auf, dass die Grünen sich nicht an die ortsübliche Vereinbarung halten, und ihre Plakate lange vor den anderen Parteien aufstellten“, wundert sich Bgm. Christoph Prinz. „Mittlerweile erhalten wir auch laufend Meldungen von verärgerten Bürgerinnen und Bürgern über das noch immer nicht weggeräumte Plakat. Alle Parteien haben es geschafft, ihre Plakate rechtzeitig aufzustellen und wieder zu entfernen, nur die Grünen legen offenbar keinen Wert auf ein gepflegtes Ortsbild und sorgen für öffentliche Diskussion und Ärger.“ Außerdem, so meint Prinz, sei es verwunderlich, dass es gerade die Grünen waren, die bei der Landtagswahl die Stadtgemeinde samt Bürgermeister, Stadtamtsdirektor und Bauhof des Diebstahls von Wahlplakaten bezichtigt hätten.
Nur bedingt nachvollziehen kann Eva Mückstein von den Vöslauer Grünen diese Kritik. „Erstens fallen die Plakate nicht in die Zuständigkeit der Ortsgruppe, sondern in die der Landes- bzw. Bundesgrünen – das war übrigens auch schon beim anderen Vorfall so, an den der Bürgermeister jetzt wieder erinnert“, stellt Mückstein klar. „Und zweitens wäre es besser gewesen, einfach kurz anzurufen als gleich eine Presseaussendung zu verfassen. Das Problem lässt sich leicht lösen.“
Hikmet Arslan, der neuer Geschäftsführer der Grünen NÖ, beteuerte auf Anfrage Mücksteins, dass für das strittige Plakat die Bundespartei zuständig sei. „Er meinte, es sei ein Fehler beim Wegräumen passiert, dieses eine Plakat wurde vergessen“, erklärt Mückstein. „Aber es wird verlässlich noch im Lauf der kommenden Woche abgeholt.“

Streit um Wahlplakat der Grünen
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5 Antworten zu Streit um Wahlplakat der Grünen

  1. Hermann Tiefenbrunner sagt:

    “… wäre es besser gewesen, einfach kurz anzurufen …” – gute Frau Mückstein, ich habe auch die abgebildete Eva G. per Internet kontaktiert und sie fand es nicht der Mühe wert, sich zu äußern. Immerhin interessant, die Bürgernähe und die Paktfähigkeit der Grünen auf diese Art zu testen. Wenn immer die gleiche Gruppierung ungut auffällt, denkt sich der mündige Bürger zurecht sein Teil …

  2. Auch mir ist dieses Plakat aufgefallen.
    Zeigt sehr deutlich, wie zeitnah nach der Wahl das Engagement fällt.

    Zu Fr. Mückstein: Mag sein, dass die Zuständigkeit nicht in Ihren Bereich fällt, dennoch könnten Sie selbst dafür sorgen, dass entweder einstweilen das Plakat beseitig wird, oder aber Ihren Parteifreunden herantragen, dies kurzfristig zu erledigen.
    Dass Ihnen dieser Umstand nicht aufgefallen ist, hoffe ich doch nicht. Als Vöslauer Politikerin sollte man dort doch ab un zu vorbeikommen, auch mit dem Fahrrad hoffe ich!

  3. Kolenz Maria sagt:

    Es ist schon lustig, immer wenn Frau Dr.Mückstein etwas nicht passt geht sie sofort hart mit den anderen ins Gericht.
    Jedoch wenn einmal die Grünen etwas nicht korrekt abhandeln, in diesen Fall das Plakat dann ist immer jemand anders schuld daran nur Sie und die Ortsgruppe BV nicht.lg

  4. Bernhard Fischer sagt:

    Eigentlich halte ich die Diskussion für endend wollend. Sicherlich ist das vergessene Plakat nicht ganz sauber. Aber dass die Liste Flammer sogleich mit einer Presseaussendung darauf reagiert halte ich mehr als überzogen.

    Als hätte Bad Vöslau nicht andere Probleme, die weit gravierender nach 30 Jahren Absolut-Macht der Liste Flammer sind. Oder möchte man ganz einfach von anderen Dingen ablenken und für oberflächliche Sachen einen Sündenbock finden?

    Ein Plakat ist in ca. 30 Minuten weggeräumt und die Spuren sind danach nahezu unsichtbar und vergessen.

    Verkehrsaufkommen; Beton-Klotz-Bauten inkl. deren Garagen; Leere Geschäfte; Skandal Kursalon und vieles mehr sind leider Gottes bleibende Monumente über Generationen hinweg, die nicht so schnell weggeräumt werden können.

    Also der Hr. Bgm. Prinz sollte sich lieber auf das Wesentliche konzentrieren und sich den tatsächlichen Problemen unserer Stadt zuwenden/stellen – den Span im Auge eines anderen sieht er wohl schnell, aber den Balken im eigenen Auge nicht… Mit freundlichen Grüßen Bernhard Fischer

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