Badenerinnen am Bau in Afrika

Pfarrer Father Ado im Kreise seiner fleißigen Helferinnen. Im Bild auch die beiden Badenerinnen Evelyn Hödl (r.) und Romana Zwazl (2.v.r.).

Seit 2005 besteht eine enge Partnerschaft zwischen der Pfarre St. Josef in Leesdorf und der Pfarre Luduga im Südwesten Tanzanias. Im vergangenen Sommer waren wieder zwei Badenerinnen in Afrika, um beim Bau des Pfarrzentrums kräftig mit anzupacken. Fazit: es hat sich für alle gelohnt.

„Ich bin über einen Artikel in der Badener Zeitung auf die Partnerschaft der beiden Pfarren aufmerksam geworden“, schildert die 32-jährige Volksschullehrerin Romana Zwazl. „Afrika hat mich schon lange interessiert, aber ich reise nicht gerne mit dem Katalog“, schildert Zwazl, wie ihr die Idee kam, sich der österreichischen „Bauarbeiter-Gruppe“ anzuschließen, die Anfang Juli nach Tanzania aufbrach, um dort beim Bau eines Pfarrzentrums zu helfen. Als alter Hase mit von der Partie, war auch Evelyn Hödl. Die engagierte Badenerin war schon mehrmals vor Ort gewesen, um Pfarrer Father Ado und seinen Schäfchen bei verschiedenen Projekten in dem kleinen Dorf Luduga unter die Arme zu greifen. Zuletzt ging es um die Errichtung einer Wasserleitung.
Die nicht unerheblichen Kosten für Flug, Aufenthalt, Unterkunft und Verpflegung hat das 6-köpfige Team auch dieses Mal nicht von ihrem Vorhaben abbringen können.
Über 30 Stunden dauerte die beschwerliche Anreise. Die letzten 800 Kilometer ging es im Geländewagen vom Flughafen ins Dorf, wo die Neuankömmlinge schon erwartet wurden. Wer sich auf eine heiße Dusche nach den Strapazen der Reise gefreut hatte, der wurde enttäuscht.
„Wenn man Glück hatte, dann gab es zwar fließendes Wasser, aber das war immer kalt“, schildert Romana Zwazl, die im Pfarrhaus untergebracht war. „Trotzdem habe ich mich sofort sehr gut aufgehoben gefühlt. Man bekommt sehr schnell Zugang zu den Menschen und selbst wenn viele von ihnen kein Englisch sprechen, kann man sich gut verständigen“, erinnert sich die Badener Lehrerin, die knapp vier Wochen lang sowohl beim Pfarrzentrum als auch beim Bau eines Waisenhauses eingesetzt wurde. „Man kann das nicht mit Baustellen bei uns vergleichen. Alles läuft viel ruhiger, es gibt keinen Druck. Wenn Baumaterial ausgeht, dann ist es halt aus. Irgendwann wird es schon weiter gehen. Niemand ist grantig, wenn es einmal nicht so läuft, wie es soll“, schildert Zwazl, der auch Zeit blieb, ihrem Hobby, dem Laufen, zu frönen. Während wir bei rund 17 Grad mit kurzen Leiberln Sport trieben, kamen uns die Dorfbewohner, eingehüllt in dickes Gewand und Wollhauben ins Gesicht gezogen, entgegen. Für sie herrschte zu dieser Zeit tiefster Winter“, schmunzelt die Badener Pädagogin, die einzig mit der Verpflegung nicht so richtig warm wurde. „Das Essen war recht eintönig und eher geschmacklos. Meist gab es Reis und Maisbrei und dazu Eier in jeder Form. Das Frühstück entsprach schon eher unserem Geschmack. Da gab es eine Art gebackene Mäuse“, schildert die Wazungu, wie die Einheimischen die Europäer nennen.
Knapp vier Wochen dauerte das Abenteuer für die beiden Badenerinnen. Quasi als Belohnung für die harte Zeit am Bau, gönnte sich die Gruppe abschließend einige Tage Erholung auf Sansibar.

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