„Junges Wohnen“ auf Schiene

Über die Wahl des Standorts für das „Junge Wohnen“ herrscht Einigkeit. Die ÖVP positiert vor dem Gelände gegenüber vom „25er“, die FPÖ hat bereits erste Baupläne für das Grundstück erarbeiten lassen.

KOTTINGBRUNN. – Der Kottingbrunner Gemeinderat möchte mit einem Grundsatzbeschluss am kommenden Montag, den 4. November, das Projekt „Junges Wohnen“ auf Schiene bringen. Ein zentrumsnaher Standort im Gemeindebesitz wäre für das Vorhaben bereits gefunden.

„Alle Fraktionen ziehen an einem Strang und es geht jetzt darum, die beste Lösung für Kottingbrunn zu finden“, erklärt Bürgermeister Andreas Kieslich (SPÖ). Nachdem das Thema „Junges Wohnen“ von der ÖVP im Sommer aufgegriffen wurde, ist man sich nun partei-übergreifend über die Sinnhaftigkeit dieses Projekts einig. In der Gemeinderatssitzung am kommenden Dienstag, den 4. November (Beginn 19.30 Uhr), soll ein erster Grundsatzbeschluss befasst werden, der das Projekt auf Schiene bringen soll. „Über den Herbst sollen nun mögliche Pläne ausgearbeitet und vorgelegt werden, die dann als Entscheidungsgrundlage für einen Gemeinderatsbeschluss dienen sollen“, freut sich GR Markus Winkler von der ÖVP, dass Bewegung in die ganze Angelegenheit gekommen ist. „Ich bin stolz auf meine JVP und freue mich, dass wir dieses wichtige Projekt für junge Kottingbrunner und Kottingbrunnerinnen auf Schiene bekommen haben“, so Winkler. Für ihn steht auch schon ein möglicher Ort für das „Junge Wohnen“ fest: Die freie Fläche im Gemeindebesitz, welche vis a vis des 25er Landhauses liegt. Für jene ist Vize-Bürgermeister Klaus Windbüchler (FPÖ) bereits einen Schritt voraus gegangen und hat bei einem Architekten zwei Pläne entwerfen lassen. Einen für 28 Wohneinheiten, die den Kriterien des „Jungen Wohnens“ entsprechen, und einen mit 12 Einheiten „Junges Wohnen“ sowie zusätzlichen „klassischen 3-Zimmer-Wohnungen“ für Jungfamilien. Diese zusätzlichen Wohnungen würden zwar keine Förderungen nach dem Prinzip des „Jungen Wohnens“ bekommen, dafür entsprechend andere, rechnet Windbüchler vor. „Ich habe mir angesehen, was der Bedarf in Kottingbrunn ist. Und da haben wir viele junge Familien, die solche 70 m2-Wohnungen bräuchten“, meint Windbüchler, der überzeugt ist, dass die Wohnungen aufgrund des Bedarfs schon vor Fertigstellung voll wären. Gemischt sieht man die Pläne Windbüchlers bei der ÖVP. „Offensichtlich dürfte die Kommunikation zwischen Windbüchler und Kieslich nicht wirklich optimal funktionieren, sonst hätte Windbüchler nicht mit unausgegorenen Plänen einen Schnellschuss hingelegt, der außerhalb des vereinbarten Zeitplanes liegt“, meint Winkler. Windbüchler hingegen sieht dies gelassen:  „Ich habe mir gesagt: Es wird zwar immer darüber geredet, wenn man aber nicht einen ersten Schritt setzt, passiert nichts“. Trotzdem rechnet er, dass am Montag alle an einem Strang ziehen. Für ihn wäre ein Baubeginn bereits im Sommer 2014 denkbar. „Aber nicht weil 2015 Wahlen sind“, scherzt der Vize-Bürgermeister.

INFO: „Junges Wohnen“ ist eine neue Förderschiene des Landes Niederösterreich, die heuer ins Leben gerufen wurde. Das Land Niederösterreich unterstützt dabei junge Menschen, sich den Traum von der ersten eigenen Wohnung erfüllen zu können. Gemeinsam mit den gemeinnützigen Bauvereinigungen und  den Gemeinden Niederösterreichs sollen Wohnungen errichtet bzw. saniert werden, die folgende Kriterien erfüllen müssen:.
* max. 55m2 Größe (die Verbindung von zwei Wohnungen ist nicht möglich)
* nur in Miete vergeben werden
* der Finanzierungsbeitrag darf höchstens 4.000 Euro betragen
* die Wohnungen müssen auf Baurechtsgrund errichtet werden
* die Altersbeschränkung für Mieter liegt bei 35 Jahren. Sind alle nötigen Kriterien erfüllt, können um 20 Prozent mehr an Wohnbauförderungen in Anspruch genommen werden. Bis zum Ende des Jahres 2015 sollen durch „Junges Wohnen“ 1.000 Wohneinheiten zur Verfügung gestellt werden.

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