Pater Jeremia will „keine Schlammschlacht mehr“

TRAISKIRCHEN. – Eine Reaktion folgt auf die andere, Vorwürfe von beiden Seiten gehören längst zum vertrauten Bild in Traiskirchen bzw. dem Stift Melk. Meldete sich in der Vorwoche der Pressesprecher des Stift Melk zu Wort, so folgt nun wieder eine Reaktion des abberufenen Priesters Pater Fabian. Und: Mittlerweile gibt es auch einen Termin für die Gerichtsverhandlung.

Abt Georg Wilfinger hätte ihm verboten, sich einen Anwalt zu nehmen, meinte der nach Nötigungsvorwürfen abberufene Traiskirchner Pfarrer Pater Fabian Vordermayer. Stimmt nicht, konterte Pater Jeremia Eisenbauer, der Pressesprecher des Stift Melk: Man hätte nur bei der Wahl des Anwalts mitreden wollen.Nun reagiert erneut Pater Fabian und verweist auf mehrere Zeugen, die seine Aussagen bestätigen können. Ähnlich verhält es sich mit anderen gegenseitig geäußerten Vorwürfen wie der Räumung der Dienstwohnung im Pfarrhof Traiskirchen, der angeblichen Behauptung des Stifts gegenüber der Polizei, Pater Fabian sei „untergetaucht“, obwohl sein Aufenthaltsort laut Vordermayer sehr wohl bekannt war oder der Haltung Wilfingers Vorgänger, Altabt Burkhard Ellegast, zu der Causa: Es steht Aussage gegen Aussage.
Ein weiteres Beispiel: Jene umstrittene Presseaussendungen vom Oktober 2012, in denen vom angeblichen Missbrauch eines Jugendlichen die Rede war – ein Vorwurf, der sich später als falsch herausstellen sollte. „Pater Jeremia war sehr wohl bewusst, was für eine Katastrophe diese Meldung für mich war: Plötzlich waren Spekulationen, ich hätte Ministranten oder Kinder missbraucht, in den Medien zu lesen“, so Pater Fabian. Das Stift Melk beteuerte später – u.a. auch in der BZ der Vorwoche, dass diese Aussendung vom Pressedienst der Diözese und nicht vom Stift verfasst worden sei. „Eine klare Stellungnahme des Stiftes, dass diese Vorwürfe nicht wahr sind, sondern ein Irrtum des Pressedienstes der Erzdiözese, dessen irrtümliche Aussage das Stift nicht mehr korrigieren hätten können, blieb bis jetzt leider aus“, wundert sich Pater Fabian, der auch juristische Folgen dieser inhaltlich falschen Aussendung ankündigt.
Auch die laut Pater Jeremia „nicht zum Klosterleben“ passenden Lebensweise, die er in seiner Reaktion der Vorwoche zur Sprache brachte, will Pater Fabian nicht unkommentiert im Raum stehen lassen: „Ein solcher Vorwurf ist ein Treppenwitz aus dem Munde eines Mannes, der seit Jahren damit hausieren geht, dass er selbst eine Lebensgefährtin hatte und das sogar in der Sendung „Kreuz und Quer“ vom 22. November 2011zum Thema gemacht hat.“
Pater Jeremia kündigt indes an, für eine „mediale Schlammschlacht auf diesem Niveau nicht zur Verfügung zu stehen“. Er sei aber gerne bereit, jedem Einzelnen, der Näheres von ihm erfahren wolle, unter 0676/4107402 bzw. jeremia@stiftmelk.at persönlich Auskunft zu erteilen. Und: Er würde im Rahmen der Hauptverhandlung am 20. November, wo er als Zeuge geladen sei, „sagen, was er zu sagen habe.“

N. Kranzl

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