Klasse mit 35 Schülern – Gymnasium wird ausgehungert

Trotz intensiver Bemühungen der Schule müssen die Kinder der 5AR des BRG Biondekgasse zu 35 in einer Klasse sitzen. Obwohl genug Platz an der Schule vorhanden wäre, wird die Klasse nicht geteilt, da vom Bund kein Geld zur Verfügung gestellt wird. Der Elternverein wendet sich nun direkt an die Bundesministerin.

Es sind Zustände, unter denen kein vernünftiges Lernen mehr möglich ist. Mit Beginn des neuen Schuljahrs gibt es an der Biondekgasse in Baden drei fünfte Klassen, die unterschiedlicher wohl nicht hätten verteilt sein können. Denn während sich in einer anderen Klasse 18 Schüler befinden, ist die 5AR mit 35 Schülern, und somit fast der doppelten Anzahl, mehr als überfüllt. Geteilt wird die Klasse jedoch nicht. „Die Schule hat alles versucht. Doch intensive Bemühungen der Direktion und des Elternvereins, die Klasse zu teilen, wurden vom Landesschulrat mit dem Hinweis, dass die Kos-ten für eine Klassenteilung zu hoch wären, abgelehnt“, berichtet Birgit Reithner vom Elternverein gegenüber der BZ. Außerdem wäre laut Landesschulrat alles „im gesetzlichen Rahmen“. Dieser sieht nämlich eine Höchstgrenze von 30 Schülern vor, wobei eine 20 prozentige Erhöhung gesetzlich möglich ist, um, quasi im Notfall, eine Abweisung von Kindern von der Schule zu vermeiden. „Man braucht kein großer Bildungsexperte sein, um sich auszurechnen, welche Qualität der Wissensvermittlung unter solchen Rahmenbedingungen möglich wird. Kein noch so engagierter Pädagoge ist in der Lage, eine derart große Klasse mit fünfzehnjährigen pubiertierenden Teenagern zu unterrichten“, ärgert man sich beim Elternverein, der meint, dass die derzeitige Situation klar dem Prinzip der Chancengleichheit widerspricht. Bei den Schülern als unmittelbar Betroffenen sind die Auswirkungen dieser Sparmaßnahmen bereits deutlich spürbar. „Im Unterricht ist es manchmal unmöglich, sich zu konzentrieren, da es zu laut oder unruhig ist. In vielen Klassen ist es sehr eng, und wenn man lange Schule hat, ist die Luft in den Klassenzimmern nicht mehr wirklich frisch“, klagt ein Schüler. „Die Lehrer können nicht auf die einzelnen Schüler eingehen und aufgrund der hohen Schülerzahl herrscht permanent ein hoher Geräuschpegel“, berichtet ein anderer Schüler vom Schulalltag in der 5AR. Wie eine Recherche des Elternvereins ergab, jedoch kein Einzelfall an den Oberstufen an heimischen Gymnasien, angesichts dessen man sich nicht wundern darf, wenn Österreich beim Pisa-Test hinter anderen Ländern bleibt. Der Elternverein wurde nun aktiv und wandte sich direkt mit einem Appell an Bildungsministerin Claudia Schmied. „Wir fordern Sie daher auf, im Interesse der betroffenen Schüler dieses akute Problem zu lösen und zu veranlassen, dass möglichst viele Oberstufenklassen mit mehr als 30 Schülern noch in diesem Schuljahr geteilt werden“, fordert der Elternverein.Gams

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