Enttäuschung bei Volksbank: Ex-Vorstand vereitelt Fusion mit Wiener Kollegen

Vorstandsdirektor Erich Fuker möchte nichts unversucht lassen, die Fusion mit den Wiener Kollegen doch noch zeitgerecht über die Bühne zu bringen. © RaDi

Laut Aussagen einer Beteiligten, ist das Scheitern der Fusion der Volksbanken Baden und Wien ausgerechnet dem ehemaligen Vorstand Gerald Wenzel zu „verdanken“. Er hat bei der Generalversammlung eine geheime Abstimmung beantragt, die dann die notwendige Mehrheit verhindert haben soll.

Seit Monaten verhandeln die Badener Volksbank-Verantwortlichen mit ihren Wiener Kollegen. Konkret geht es darum, sich gemeinsam als starke Bank zu präsentieren und für die Zukunft zu wappnen.
„Die Fusion mit einem Pimperlpartner würde uns gar nichts bringen. Wenn es uns nicht schnell gelingt, uns mit einem adäquaten Partner zu stärken, müssen Filialen geschlossen werden“, bringt es der Vorstandsdirektor der Volksbank Baden, Erich Fuker auf den Punkt. Die unerwartete Entwicklung bei der montägigen Hauptversammlung kommt Fuker und seinen Verhandlungspartnern denkbar ungelegen. Bis Ende September sollte alles unter Dach und Fach sein, die Zustimmung der Stimmberechtigten war eigentlich nur Formsache.
„Ich konnte den Antrag auf geheime Abstimmung, der durch Gerald Wenzel eingebracht wurde, nicht ablehnen“, betont der für die Leitung der Sitzung verantwortliche Aufsichtsratsvorsitzende, August Breininger. „Ich bin nach wie vor überzeugt, dass diese Fusion die beste Lösung wäre, sonst hätten wir auch nicht monatelang verhandelt. Die Entscheidung der Hauptversammlung ist aber zu respektieren“, bedauert Breininger. Konkret hatten 171 Stimmberechtigte an der Versammlung teilgenommen. Bei der geheimen Abstimmung hatten sich dann 63,19 Prozent für die Fusion ausgesprochen, 75 Prozent hätten es allerdings sein müssen. Dem Vernehmen nach waren es in erster Linie die Mitarbeiter, die der Fusion zweifelnd gegenüber standen und dagegen stimmten. Genau da möchte Erich Fuker in den kommenden Tagen den Hebel ansetzen und Überzeugungsarbeit leisten. „Wir haben mit dem Betriebsrat sehr mitarbeiterfreundliche Bedingungen vereinbart. Wer zukünftig in Wien anstatt in Baden arbeiten muss, erhält großzügige Zulagen. Bislang haben wir bei der Information bewusst vermieden, die drohende Keule zu schwingen. Nun werden wir aber auch über mögliche unerfreuliche Alternativen informieren müssen“, möchte Fuker nichts unversucht lassen, die Fusion doch noch, wie geplant, durchzuführen.

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