Architekt zeigt wenig Verständnis für Anrainer

Die Müllinsel wurde mitten im Garten der Wohnhausanlage in der Grabengasse errichtet. Anstelle eines charmanten Innenhofes dominieren nun dort die Mülltonnen. © RaDi

Schon vor drei Wochen haben wir über die Aufregung berichtet, die in einer Wohnhausanlage der Immobilien Baden GmbH in der Grabengasse herrscht. Mitten im Garten war ein Fundament für eine Müllinsel errichtet worden, aber erst jetzt werden die wahren Ausmaße sichtbar. Die Anrainer sind entsetzt.

Bislang konnten die Mieter in der betroffenen Anlage ungetrübten Ausblick auf den begrünten Innenhof genießen. Damit ist es seit der Vorwoche schlagartig vorbei.
Ihr Garten grenzt an jenen des Kaiserhauses, wo zur Zeit groß umgebaut wird. In Kürze soll ein Edelkonditor dort seine Torten offerieren. Da es sich mit der Gemeinde für beide Liegenschaften um den gleichen Grundstücks-eigentümer handelt, hat man kurzerhand beschlossen, den Müll des Kaiserhauses aus Platzgründen am Nebengrund zu entsorgen. Anstatt aber die neue Müllinsel parallel zur Gartenmauer zu errichten, wurde sie mitten in die Anlage hinein gebaut. Vor drei Wochen hatte der für die Planung verantwortliche Architekt Gerhard Lindner noch gemeint, dass die neue Lösung auch für die Anrainer ausschließlich Vorteile brächte, da es dann weniger Fliegen und keine Geruchsbelästigung mehr gäbe, da die Mülltonnen überdacht und versperrt wären. Nun wurden in der Vorwoche Wände und Dach montiert und das wahre Ausmaß sichtbar. „Das kann doch nicht wahr sein, dass man dafür mit einigermaßen gutem Willen keine andere Lösung gefunden hätte“, ärgert sich eine Anrainerin, die so wie einige andere auch, vermutlich die nächsten Jahrzehnte aus ihren Fenstern auf die Tonnen schauen wird, da die Wände der Müllinsel aus perforiertem Material bestehen und durchsichtig sind. „Auch von weniger Geruchsbelästigung oder keinen Fliegen wird wohl keine Rede sein können“, befürchtet die Dame. Die Ängste der Anrainer stoßen indes beim Architekten Gerhard Lindner auf wenig Verständnis. „Haben die Leute wirklich keine anderen Sorgen?“, wundert sich der Planer, der allerdings für die Art der Ausführung auch keine plausible Erklärung findet. „Das war eben so ausgemacht“, so Lindners Argumentation, die für die Betroffenen wohl nicht sehr befriedigend sein wird.

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