„Wahre Lust und Heiterkeit“ im alten Griechenland

Elisabeth Flechl und Sebastian Reinthaller.  (c) z.V.g.

Als erste Operette der Sommersaison 2013 hatte am vergangenen Freitag „Die schöne Helena“ von Jacques Offenbach in der Sommerarena Baden ihre Premiere. Noch zu sehen bis 30. August. Die Eröffnung der Saison nahm Bürgermeister Kurt Staska vor, der zu Recht auch nicht  vergaß, in einer kurzen aber übersichtlichen Zusammenfassung über die vielen weiteren kulturellen Aktivitäten in Baden aufmerksam zu machen. Aktivitäten, die die Vorherrschaft Badens als Kulturstadt eindrucksvoll dokumentieren.

Die Operette „Die schöne Helene“ von Jacques Offenbach und dem Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy erlebte ihre Uraufführung am 17. Dezember in Paris und hatte durchaus zur Zeit Napoleon III, und der Kaiserin Eugénie, die als Abbild  der „schönen Helena“ gesehen werden konnte,  ihren Erfolg. Auch durch den Umstand, dass so Einiges an Gesellschaftskritik einfloss, vor allem, was die Korruption betraf, die wohl zu allen Zeiten latent vorhanden war und ist. Doch bei aller Liebe zur Musik Offenbachs stellt sich diese Operette ziemlich verstaubt dar, auch wenn man in Baden zaghaft versuchte, Bezüge ins Heute herzustellen. Auch reichen die Auftrittslieder und Duette nicht aus, um wenigstens musikalisch zu fesseln, zumal es ziemlich militärisch aus dem Orchestergraben tönte. Von Pariser Esprit und Leichtigkeit war da wenig zu hören. Elisabeth Flechl als Helena gab sich redlich Mühe, das verführerische Wesen zu sein, nach dem sich Paris, Sebastian Reinhaller, in Liebe verzehrt und dem Venus Helene  ja einst versprochen hatte. An der Seite ihres nunmehrigen Gatten Menelaos sehnt auch sie sich nach dem heldenhaften Paris und ist wohl deshalb stimmlich nicht ganz auf der Höhe. Seis drum! Sebastian Reinthaller und René Rumpold als Menelaos beherrschen sängerisch wie darstellerisch ohnedies die Szene. Gefolgt von Andreas Jankowitsch als Kalchas, der nicht nur im Hintergrund, bestechlich, wie er ist, die Fäden zieht und mit der von ihm arrangierten Liebesnacht  von Helena und Paris den vom ihm ersehnten Krieg mit Troja auslöst.
In weiteren Rollen Daniel Ohlenschläger als Agamemnon, Thomas Markus als Achilles, Christina Sidak als Orestes, Kateryna Pacher als  Leoena und Kerstin Grotian als Parthoenis. Verlässlich wie immer Beppo Binder als Ajax 1, Walter Schwab als Ayax 2, und Franz Földinger als Philokomos.
Beeindruckend in Ausstattung und Maske der Chor, weniger die Bemühungen des Balletts. Ein mehr schlecht als recht getanzter Can  Can ist da schon etwas zu wenig. Für die Choreografie verantwortlich die freischaffende Tänzerin Raquel López Ogando.   Robert Herzl  hat inszeniert und wie man hörte, war es sein besonderer Wunsch, diese Operette aufzuführen.  Das Premierenpublikum dankte es ihm jedenfalls mit viel Applaus.                                           Wanda Mühlgassner

„Wahre Lust und Heiterkeit“ im alten Griechenland
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