Badens Jugend wünscht sich mehr Freiräume

Die zweite Jugendgemeinderatssitzung bot einen bunten Querschnitt durch das Badener Jugendleben.    Gemeinsam wurden die letzten Forderungen des Jugendgemeinderats im Juni diskutiert. (c) W.Gams

Der Jugendbeirat diskutierte letzte Woche die letzten drei ausstehenden Forderungen, die Badens Jugend im vom Politikforum Baden im Juni organisierten Jugendgemeinderat gestellt hatte. Die Anträge spiegeln deutlich den Wunsch nach mehr Freiräumen wider. In Hinblick auf einen Jugendtreff soll nun eine eigene Arbeitsgruppe gegründet werden.

Der Wunsch nach mehr Sportmöglichkeiten und ein unabhängiger Jugendtreff waren die zentralen Themen, mit denen sich der Jugendbeirat letzte Woche befasste. Rund 35 Vertreter der unterschiedlichsten Jugendvereine Badens – und damit ein guter Querschnitt durch das Badener Jugendleben – fanden sich auf Einladung von Jugendombudsmann Dominik Gschiegl im Kolpinghaus ein, um über die letzte drei Jugendgemeinderatsbeschlüsse zu diskutierten. Gleich zwei davon befassten sich mit dem vorhandenen Angebot an freien Sportmöglichkeiten in der Sportstadt Baden.

Wunsch nach Fußballplatz,..
Besonders der Wunsch nach einem zentrumsnahen „Fußballkäfig“ war nach der Jugendgemeinderatssitzung spürbar gewesen. In der Diskussion stellte sich schnell heraus, dass es mit sieben frei zugänglichen Fußballplätzen in Baden an sich genug Sportanlagen gäbe, das eigentliche Probleme hingegen ist die Größe. Wenn Gruppen von sechs bis acht Jugendlichen Fußball spielen wollen, sind diese Anlagen einfach zu groß. Zweckdienlicher wäre, so die Meinung des Jugendbeirats, kleinere Tore aufzustellen und einen bestehenden Platz in mehrere kleine aufzuteilen. Für den Gemeinderat der „Großen“ wurde daher die Empfehlung formuliert, alle bestehenden Plätze dahingehend zu prüfen. Besonders ins Auge gefasst als mögliche Standorte wurde der Platz in der Albrechtsgasse, der Vorplatz beim ASV-Platz sowie der Holzrechenplatz wobei der Wunsch nach Zentrumsnähe jedoch bei nahezu allen eine Problem darstellte.

…Beachvolleyball,..
Der zweite Punkt, mit dem sich der Jugendgemeinderat befasste, betraf den Weilburgpark. Die Jugendgemeinderäte hatten eine Öffnung des Parks für die Allgemeinheit gefordert, wobei dieser Wunsch vor allem mit den Beach-volleyball-Plätzen des Parks zu tun hatte, wie Politikforum Baden-Obfrau Katharina Sunk ergänzte. Denn im Gegensatz zum Fußball ist der Weilburgpark die einzige Möglichkeit in Baden, um Beachvolleyball zu spielen. Will man den Weilburgpark jedoch öffnen, muss man ein neues Durchgangssystem zum Strandbad einführen, der Park würde gleichzeitig rasch überfüllt sein.  Stattdessem wurde beschlossen, dass der Gemeinderat prüfen solle, ob in einer der bestehenden Park- oder Grünanlagen  die Errichtung eines zusätzlichen Beachvolleyballfeldes möglich wäre.

..und Jugendtreff
Bereits schon vor zwei Jahren im Jugendbeirat ein Thema, tauchte durch den Jugendgemeinderat erneut die Forderung nach einem Jugendtreff in Baden auf. Gleich vier von insgesamt fünf Ausschüssen in diesem hatten diese Forderung auf ihrer „Wunschliste“, so stark ist der Wunsch nach mehr Freiräumen und sich ungezwungen mit Gleichaltrigen zu treffen, ohne dabei in der Minderheit zu sein. Die Mobile Jugendarbeit, die einmal pro Woche geöffnet hat, würde ihre Räumlichkeiten für ein solches Projekt außerhalb der normalen Öffnungszeiten zur Verfügung stellen. Doch wer würde vor Ort für die Jugendlichen da sein – vor allem, da sich die Jugendlichen wünschten, dass so ein Treff am besten täglich geöffnet hat. Die Katholische Jugend, Badenia und die Grünen erklärten spontan, dass sie bereit sind, hier mitzuhelfen. Nachdem man auf keine konkrete Lösung kam, wurde beschlossen, eine Arbeitsgruppe zu gründen, an der sich alle Jugendvereine in Baden beteiligen sollen, um dort weitere Schritte zu besprechen. Wichtig ist im Endeffekt, dass alle bei der Arbeit ihr „Markerl“ ablegen und nicht als Verein sondern übergeordnete Plattform auftreten.

Weiterer Fahrplan
Die in beiden Jugendbeiratssitzungen gefällten Beschlüsse werden nun in Anträgen formuliert und an die Stadtvertreter geschickt. Dort befassen sich zuerst die zuständigen Ausschüsse damit, ehe sie dem Gemeinderat vorgelegt werden. Für die nächste Sitzung wird es sich wohl nicht mehr ausgehen, eher wahrscheinlich ist die letzte im Dezember.

W.Gams

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