Alternativen für teuren Parkplatz gesucht

Die beiden Sozialdemokraten Markus Riedmayer und Michael Grath sind überzeugt, dass für den Parkplatz bereits genug Geld ausgegeben wurde. Foto: RaDi

In Sachen Parkplätze hat die Stadt seit einigen Jahren an zwei Fronten zu kämpfen. Das ist zum einen die große Freifläche gegenüber dem Doblhoffpark, den die Gemeinde nur gepachtet hat, und zum anderen mangelnder Parkraum zu Beginn des Helenentals. 

Im Jahr 2009 wurde der Radweg entlang der Schwechat Richtung Heiligenkreuz angelegt. Im Zuge dessen bestand der Grundstückseigentümer darauf, dass mehrere Parkplätze, die bis dahin von Wanderern und Klettereren fleißig genutzt wurden, ersatzlos gestrichen werden. Seither ist der Parkplatz beim Hotel Sacher bei Schönwetter hoffnungslos überfüllt. Für die Kletterer, die schwere Ausrüstungen mit sich führen, stellt dieser aber ohnehin keine echte Alternative dar. Der damalige Baustadtrat Hans Hornyik hat stets versichert, dass mit Hochdruck an einem Parkplatz im Bereich der Siegenfelder Kreuzung gearbeitet würde. Wie sein Nachfolger Rudolf Gehrer aber nun bestätigt, kann von einem neuen Parkplatz gar keine Rede sein. „Dort befindet sich einiges in Privatbesitz. Außerdem befindet sich das fragliche Areal im Naturschutzgebiet „Biosphärenpark“, wo eine Umwidmung speziell auf Verkehrsfläche nahezu ausgeschlossen ist“, so Gehrer, der darauf hinweist, dass ohnehin der Parkplatz bei der Cholerakapelle erweitert wurde und in Kürze asphaltiert werden soll.

Bereits seit 1999 hat die Gemeinde von einem Badener Architekten eine mehrere tausend Quadratmeter große Fläche für 10 Jahre gepachtet. Die Kosten dafür beliefen sich auf 1,2 Mio Schilling pro Jahr. Schon damals sprach man bei der Beschlussfassung im Gemeinderat von einer Übergangslösung. Man wollte die Zeit nutzen, um über geeignete Alternativen nachzudenken. Die 10 Jahre verstrichen, ohne dass sich am Status Quo irgend etwas geändert hätte, und so musste der Vertrag im Jahr 2009 verlängert werden, um die dringend benötigten 150 Stellplätze weiterhin kostenlos zur Verfügung stellen zu können.
Nun ist es, wie bereits vor drei Jahren, wieder die Badener SPÖ, die auf eine Lösung drängt. „Weit mehr als 1 Million Euro wurde in 13 Jahren an Pacht bezahlt“, ärgert sich Stadtrat Markus Riedmayer über seiner Meinung nach sinnlose Geldverschwendung seitens der Gemeinde. „Die SPÖ Baden hat bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass dies wohl der teuerste Parkplatz der Stadt ist und endlich eine alternative Lösung umgesetzt werden muss. Ich hoffe die Untätigkeit von ÖVP und Grünen ist nicht ‚part of the game‘“, äußert sich der SP- Stadtrat besorgt, denn: „Für mich ist diese Untätigkeit der Stadtregierung nicht nachvollziehbar. Ich habe den Eindruck, dass gar nicht ernsthaft nach Alternativen gesucht wird“. Bereits bei der Beschlussfassung der letzten Verlängerung des Pachtvertrags im Gemeinderat haben Badens Sozialdemokraten auf die rasche Umsetzung alternativer Lösungen gedrängt. „Seither haben wir dieses Thema immer wieder angesprochen und auch entsprechende Ideen präsentiert“, erklärt Riedmayer die konstruktive Oppositionsarbeit seiner Partei im Sinne eines schonenden Umgangs mit den Stadtfinanzen. Der jüngste Vorschlag der SPÖ bezog sich auf die mögliche Nutzung freier Flächen zwischen dem Doblhoffpark und der Hauptschule. Der Bau einer Tiefgarage oder eines Parkdecks solle geprüft werden. „So kann es jedenfalls nicht weitergehen“, ist sich Stadtrat Riedmayer sicher. „Ich fordere den Bürgermeister einmal mehr, auf „seine Verantwortung wahrzunehmen und endlich zu handeln“.
Von nicht handeln kann laut VP-Stadtrat Stefan Szirucsek gar keine Rede sein. „Zur Zeit wird erhoben, wer den Parkplatz beim Doblhoffpark nutzt. Wenn sich herausstellt, dass es vor allem Einpendler sind, die den ganzen Tag dort parken, so stellt sich die Frage, ob sie tatsächlich gratis parken müssen. Eine Alternative wäre das Parkdeck Römertherme, wo das gesamte Obergeschoss so gut wie nicht genützt wird. Jetzt Parkfläche für Stellplätze zu opfern, wäre so, als ob wir uns den Ast absägen, auf dem wir sitzen“, ist Szirucsek überzeugt. Er weist außerdem darauf hin, dass eine Verlegung des Spielplatzes kaum möglich ist, da es sich um geschützte Flächen handelt. Die Details der zur Zeit laufenden Erhebung sollen spätestens im September vorliegen. Dann soll auch über die Zukunft des Parkplatzes entschieden werden. RaDi

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