Venustransit: Ein astrologisches Jahrhundertereignis!

Die Franz Kroller Sternwarte am Dach der Traiskirchner Stadtsäle. © Stadtgemeinde Traiskirchen

TRAISKIRCHEN. – Am 6. Juni kommt es zu einem so genannten „Venustransit“: Unser innerer Nachbarplanet Venus nimmt dabei seine Stellung zwischen Sonne und Erde ein – und das zum letzten Mal für 105 Jahre! Wer dieses astrologische Jahrhundertereignis beobachten möchte, kann das von der Traiskirchner Sternwarte aus tun. Aber Achtung: Interessierte sollten unbedingt früh aufstehen!

Führungen und Vorträge zu Himmelsphänomenen, der Himmelserforschung sowie der mit der Astronomie verbundenen Physik, eine kleine Bibliothek und ein spezielles Angebot für Schulen – von all diesen Angeboten können die Traiskirchnerinnen und Traiskirchner bei Interesse profitieren. Denn was Viele nicht wissen: Auf dem Dach der Traiskirchner Stadtsäle befindet sich die älteste Volkssternwarte Niederösterreichs. Am Mittwoch, 6. Juni, bietet sich ein Besuch der Franz Kroller Sternwarte ganz besonders an, denn ab Sonnenaufgang gibt es ein ganz besonderes Himmelsspektaktel zu beobachten: Beim so genannten „Venustransit“ schiebt sich die Venus, der Nachbarplanet der Erde, genau zwischen Sonne und Erde und ist so als kleiner schwarzer Fleck vor der Sonne zu sehen. Der „Venustransit“ ist ein astronomisches Ereignis, das in regelmäßigen Abständen von  8, 105.5 und 121.5 Jahren auftritt, und damit wesentlich seltener als eine totale Sonnen- oder Mondfinsternis (alle 18 bzw. 17 Monate) stattfindet. Wer Interesse an seltenen Himmelsphänomenen hat, sollte die Gelegenheit auf jeden Fall nutzen, denn der nächste „Venustransit“ findet erst am 11. Dezember 2117 statt. Während die meisten anderen Sternwarten für dieses Ereignis bereits völlig ausgebucht sind, kann man das Spektaktel in Traiskirchen noch ohne Probleme beobachten – allerdings unter der Vor-aussetzung, Frühaufsteher zu sein: Den „Venustransit“ kann man ab Sonnenaufgang (4.55 Uhr) beobachten, dann ist der Vorgang voll im Gange. Etwa eineinhalb Stunden lang kann man dann beobachten, wie die Venus zum Rand der Sonnenscheibe „wandert“. Die Franz Kroller Sternwarte auf dem Dach der Stadtsäle wird am Mittwoch, 6. Juni, von 4.55 Uhr bis 6.50 Uhr für alle Interessierten offenstehen. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Der Eingang zur Sternwarte befindet sich auf der Mühlbachseite.

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