Hauptplatz: Abstimmungen sollen Klarheit schaffen

Fast vier Jahre sind vergangen, seit der neue Hauptplatz seiner Bestimmung übergeben wurde. Seither reißt die Kritik nicht ab. Brunnen, Schanigartengestaltung, aber vor allem die Pestsäule ohne Ketten spalten die Gemüter. Die Badener Zeitung führt diese Woche eine Umfrage durch, die Klarheit bringen soll.

Dieser Ausgabe der Badener Zeitung liegt ein Fragebogen bei, der sich mit der Situation der Pestsäule befasst. Nachdem es meist die Kritiker der momentanen Situation sind, die sich zu Wort melden, wollen wir mit der Befragung feststellen, ob sie tatsächlich in der Mehrheit sind. Abgestimmt kann nicht nur mittels Stimmzettel, sondern auch direkt auf der neu gestalteten Homepage unter www.badenerzeitung.at, werden. Dort kann man nun auch direkt seine Meinung zu Artikeln äußern oder denkbar einfach einen Leserbrief an die Redaktion senden.
Während wir als Zeitung nur einen Trend ablesen wollen, wird die Gemeinde in Kürze noch weiter gehen. Alle Badener Wahlberechtigten werden ebenfalls mittels Fragebogen eingeladen, ihre Meinung zu den Themen Ketten oder nicht, generelle Gestaltung, Bepflanzung und Schanigärten kund zu tun.
„Seit der Realisierung der Hauptplatzgestaltung sorgt diese anhaltend für Diskussionen, die Meinungen gehen dabei diametral auseinander. Es gibt sowohl Befürworter als auch Gegner“, beschreibt Bürgermeister Kurt Staska die Motivation der Gemeinde. „Als Bürgermeister ist es mir ein großes Anliegen, die Bürger in Fragen des Erscheinungsbildes einzubinden.“

Hauptplatz: Abstimmungen sollen Klarheit schaffen
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24 Antworten zu Hauptplatz: Abstimmungen sollen Klarheit schaffen

  1. marion steinbichler sagt:

    Ich würde mir auch eine Abstimmung über die Bepflasterung im Kurpark wünschen.
    Herzliche Grüße

    Marion Steinbichler

    • Ich denke, es gibt sinnvollere Investitionen, die die Gemeinde tätigen könnte, als eine zweifellos sehr teure (und optisch fragwürdige) Pflasterung im Kurpark zu machen.

      Ich bin kein Experte, aber es gibt wie ich zuletzt gehört habe, aus parkplanerischen Gründen eine auch eine Sinnhaftigkeit hinter der Nichtpflasterung. (Wer sich interessiert: GR Hans Hornyik fragen)

  2. Wilhelm Loderer sagt:

    Selbstverständlich bin ich für das wieder anbringen der Ketten um die Pestsäule. Auch der komische Springbrunnen am Hauptplatz ist ein totaler Flop (Dagegen der wunderschöne Springbrunnen beim Casino)Die Schanigärten CafeCentral und Amterl sind viel zu steril. Waren früher viel schöner.
    Weiters sind in der Fußgeherzone von der Beethovengasse bis zur unteren Wassergasse viel zu wenig Sitzbänke aufgestellt

  3. Ing. Gerhard Hampel sagt:

    Ich wünsche mir den “alten” Hauptplatz – mit seinen Ketten, Laternen und Pollern rund um die Pestsäule – zurück!
    Ich bin 68 Jahre alt und wohne in 2512 Tribuswinkel, Josefsthalerstrasse 17

  4. Herta und Horst Waldbauer sagt:

    wir wünschen uns natürlich die Ketten um die Pestsäule zurück,ebenso
    sollten die Schanigärten wieder etwas abgegrenzter weden, sie wirken wie Einheitsbrei, das Wichtigste wären jedoch Bäumchen direkt im Boden,damit diese häßlichen Blumenkisten verschwinden. Es gibt sicher einige Bäume die im Frühling blühen, im Sommer eine schöne grüne Krone haben und die man zur Weihnachtsteit festlich schmücken kann.Damit würde man sich auch den 2maligen Transport der Kisten ersparen.

  5. Architekt DI Peter Hudritsch sagt:

    An sich wäre ich dafür, die ursprüngliche Einfassung bei der Pestsäule wieder herzustellen.
    Allerdings ist darauf hinweisen, dass aufgrund der Niveauänderung des Platzes dies kaum mehr möglich ist. Ursprünglich standen die Poller nämlich auf einer breiteren, von der Platzebene etwas abgehoben, Podestebene, wodurch sich eine klare und logische Abgrenzung zur Platzfläche ergab (siehe vormalige Fotoaufnahmen). Dieses Podest ist aufgrund der allgemeinen Niveauanhebung nun vermutlich nicht mehr herstellbar. Eine ledigliche Abgrenzung mit Poller auf dem Platzniveau wäre gestalterisch eher unbefriedigend.

  6. Dkfm. Norbert Gross sagt:

    Natürlich sollte der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt werden.
    Die ärmliche Springbrunnenanlage , die soviel Geld gekostet hat, sieht nach ” ich möchte, aber ich kann nicht ” aus. Ich habe solche Anlagen im Ausland oft gesehen, aber die haben andere Dimensionen, um zu wirken.
    Eine bessere Begrünung anstatt der primitiven Topf-Bäume wäre auch wünschenwert.

  7. E. Prenner sagt:

    Der ganze Hauptplatz wirkt seit der Neugestaltung leer und tot. Es wäre wünschenswert, nicht nur die Pestsäule in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen, sondern auch die Einheits-Buchskugeln in ihren hässlichen Einheitsbehältern durch Oleander o.ä. zu ersetzen oder zu eränzen.
    Auch Straßenmusikanten würden die Stadt beleben.
    Bitte auch den Kurpark nicht totpflastern, lieber wieder Asphalt in der Hauptallee.

  8. Beatrix Kraus sagt:

    Die Pestsäule ist jetzt nach der Renovierung ein schöner Anblick,freundlich und eine Zierde für den Platz.Warum soll die Säule eingesperrt in Ketten schöner sein? Die Brunnen sind allerdings lächerlich, aber auch sie können das schöne Ensemble nicht wirklich stören. Aber sicherlich scheußlich und unpassend sind die völlig
    unnötigen Palmen.

  9. SABINE sagt:

    Neuer Hauptplatz soll bleiben. Ein Umbau wäre budgetmäßig totaler Unsinn. Aber durch Begrünung die Sterilität zu verbannen ist sicher kein Fehler. Und den Kindern, die in Baden teilweise zu kurz kommen, gefällt es. Man muss nach vorne schauen und darf nicht immer den guten alten Zeiten nachhängen.

  10. H.Pürstinger sagt:

    Natürlich war die Pestsäule mit den Eisenketten und den Pollern wunderschön nostalgisch und man fragt sich, warum Nostalgisches immer durch Modernes ersetzt werden muss. Was mir wirklich gefallen würde, wären echte Bäume (ins Erdreich eingelassen) mit Rundbänken um den Stamm, wo sich Menschen im Schatten ausruhen können, denn die komischen “Bäume” und Buchsbaumkugeln bringens wirklich nicht.

  11. Dr. Gerald Freisleben sagt:

    Wir nennen uns stolz Biedermeierstadt – und tun doch seit einigen Jahren alles dazu, dieses Image nachhaltig zu zerstören. Bitte umgehend das alte Bild des Hauptplatzes wieder herstellen und und bitte bitte in Zukunft keine Selbstdarstellung in Form von “Politikerdenkmalen” mehr!!! Danke.

  12. Ich finde diese Diskussion entbehrlich. Warum? Es gab einen Bürgerbeteiligungsprozess rund um das Thema Hauptplatz – will man nun so lange abstimmen, bis das Ergebnis passt? Abgesehen davon haben wir wirklich andere Probleme als diese.

    Veränderung ist Teil des Lebens, und hätte man architektonisch immer alles konserviert – wo würde unsere Architektur denn heute stehen? Neues soll man zulassen, wenn man vorne dabei sein will. Wer glaubt, dass ein (finanziell inakzeptabler) Rückbau des Hauptplatzes irgend welche Vorteile für Baden hat, erkennt die Zeichen der Zeit nicht.

    Ja, die derzeitige Lösung ist zweifellos optimierungsfähig. Aber eines ist klar: Ziel kann nicht ein Rückbau, ein Rückschritt sein, sondern nur eine Weiterentwicklung des bestehenden Konzeptes des Hauptplatzes in Richtung Zukunft, mit neuen Ideen und neuen Konzepten, um unsere Innenstadt interessant und attraktiv werden zu lassen. Dass Ketten um die Pestsäule dazu keine Lösung sind, ist denke ich naheliegend. Also: Neue Ideen, Weiterentwicklungsideen müssen her – nicht Forderungen nach dem Schema “früher war alles besser”.

    Auch die Argumentation rund um die Gastgärten ist für mich (subjektiv) nicht nachvollziehbar, wenn man sich die funktionierenden Gestaltung des öffentlichen Raumes im internationalen Vergleich ansieht.

    Ja, wir müssen die Innenstadt als einladenden Platz zum Verweilen gestalten, modern und urban, aber ohne Badens historisches Erbe zu vernachlässigen. Das geht aber auch anders, als durch Retro-Planungen.

    Wenn man sich die Ergebnisses unseres sehr gut besuchten Think-Tank-Meetings von letzter Woche ansieht, merkt man, wo der Schuh drückt: Baden muss zukunftsfähiger werden – und auch das Gestalten durch die junge (jüngere) Generation zulassen.

    Dkkfm. Georg H. Jeitler
    Sprecher des Wirtschaftsclubs Baden bei Wien

  13. Sylvia Fischer sagt:

    Wenn schon Bürgerbeteilung, dann aber richtig.
    Am Beispiel Zeilern http://www.zeillern.at hat das funktioniert.
    10% Beteiligung aus der Bevölkerung brachten 500 Ideen, die in 13 Themengruppen ausgearbeitet wurden. Höchst erfolgreich projektiert, gefördert und umgesetzt – mit messbarer, positiver Auswirkung auf das Image (Die 1700-Seelen Gemeinde ist übrigens auch am Titelbild von architektur.aktuell platziert)

    Im Mittelpunkt sollte eine strategische Überlegung/Frage stehen, die es Wert ist damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Ketten, Poller, Blumenkisten sind eine Anhäufung rudimentärer Gestaltungsdingens, zusammenhanglos und ohne Aussage über unsere Stadt.

    Ich kann Herrn Jeitler nur beipflichten. Baden muss zukunftsfähiger werden und das schaffen wir nicht mit einer “Umfrage” die einem die Wahl lässt zwischen Rückschritt oder Stillstand.

  14. Martin aus Baden sagt:

    Also die Kette mit den Pollern gehört doch irgendwie zur Säule dazu. Ich glaube fast seit dem damaligen Bau der Säule(zumindest die bald 40 Jahre die ich auf der Welt bin ). Man schneidet ja auch nicht die Säule in der Mitte ab nur wegen irgendeiner Neugestaltung.
    Ich bin für die komplette Wiederherstellung des alten Platzes. Allerdings, gegen eine wirklich passende Begrünung hab ich natürlich nichts.

  15. Dkfm.Johann Mück sagt:

    In Zeiten, in denen Sparen angesagt ist, sollte so ein Umbau gar nicht überlegt werden. Wenn man sieht, wie die Kinder an heißen Tagen die Wasserspiele genießen, freut man sich auch als älteres Semester mit.

  16. Da Installateur sagt:

    Schade! Kaum versucht sich die Stadt Baden durch die wirklich gelungene Runderneuerung des Hauptplatzes ein ganzes Stück moderner und weltoffener zu präsentieren, schreien schon die KleinbürgerInnen auf, sie wollen, dass “alles so bleibt wie’s immer war” und ” nur keine Veränderungen”
    Hätte die Menschheit immer so engstirnig gedacht, würden wir auch noch immer ein Steinzeitleben führen

    • Tadej Brezina sagt:

      Sehr richtig! Na wenn das in den frühen 1970ern so gewesen wäre, wir hätten heute noch eine verparkte Pestsäule und keine FUZO und es gäbe unter Gewißheit heute auch viel Stimmen, die sich für Autoverkehr in der Wassergasse/Hauptplatz/Frauengasse aussprechen würden, weil’s ja schon immer so war und die Wirtschaft sonst vor die Hunde gehen würde und alle anderen, vorgeschobenen Scheinargumente.

  17. STONES sagt:

    Die alte Fassung der Pestsäule war viel schöner und synergetischer.

    Der neumodische Firlefanz mit den “…Spülungen” vulgo “Springbrunnen” ist absolut unpassend.

    Häßlich ist auch am Josefsplatz der ungepflegte und sinnlos wirkende Schwefelbrunnen. Schade um die Wasserverschwendung.

    Fahren sie nach Lissabon und sehen sie sich dort die stilpräzisen Plätze an, sie werden staunen wie schön Platzgestaltung sein kann.

    Mit einfachen Mitteln und ohne großen Aufwand sind stilvoll wirkende Punkte in der Stadt setzbar.

    • Lissabon ist ein sehr schönes Beispiel, wo Plätze auch als Plätze genutzt werden. Als Orte, wo Menschen zusammenkommen, sich niederlassen und interagieren. Dort finden Sie Sitzmöbel, die zum Verweilen einladen. Daher wäre es schön, wenn der Hauptplatz wie auch die anderen Plätze in Baden mittels urbaner Stilelemente aufgewertet werden und zu Zentren der Kommunikation werden, nicht nur zur Durchzugsstraße.

  18. Gabriella Montecuccoli sagt:

    Die “alte Fassung der Pestsäule war viel schöner” dem ist nichts hinzuzufügen. Die Biedermeierstadt Baden wird leider scheibchenweise demontiert.
    Wozu wir die “Sprenkelanlage” brauchen ist nicht nachvollziehbar, die Pestsäule hat
    ja einen Brunnen!

  19. Tadej Brezina (Titelnabelschau = off) sagt:

    @ Herr/Frau Stones: Was verstehen Sie unter “synergetisch” im Zusammenhang mit einem Bauwerk?

  20. Johann Turek sagt:

    Die Stadtgemeinde Baden ist – ohne vorheriger Befragung der Bevölkerung – in den letzten Jahren nicht zuletzt auch wegen z.T. sinnloser Verschwendung öffentlicher Mittel im Großen wie im Kleinen (wie für den Bau des Brunnens bei der Pestsäule oder für die Anschaffung von Papiersackerln) in finanzielle Schwierigkeiten geraten, die nunmehr Gebührenerhöhungen sowie Sparmaßnahmen (z.B. die Reduzierung der Zahl der Kurkonzerte u.a.) zur Folge haben, welche für das Image und den Ruf der größten Kurstadt Östereichs nicht gerade vorteilhaft sind.

    Das unbekümmerte Geldausgeben geht jedoch noch immer munter weiter, indem z.B. eine kostspielige Bürgerbefragung (auf Papier mit Silberaufdruck) durchgeführt wird, bei der allerdings eine wesentliche Frage nicht gestellt wurde, nämlich: “Wer soll das Ganze bezahlen?” Es wäre doch naiv, zu glauben, dass ein von der Mehrheit eventuell gewünschter Rückbau von jenen politischen Kräften bezahlt wird, die für den derzeitigen Zustand des Hauptplatzes verantwortlich sind. Finden die Veränderungen bei der Mehrheit der Bevölkerung jedoch Gefallen, stellt sich erst recht die Frage, weshalb im nachhinein eine Bürgerbefragung durchgeführt wird.

    Ich halte eine nachträgliche Bürgerbefragung, frei nach dem Motto “Außer Spesen nichts gewesen” für entbehrlich und meine, dass die Bürgerinnen und Bürger ihr Urteil über die von den verantwortlichen politischen Parteien und deren Funktionäre geleistete Arbeit mit ihrer Stimme bei der nächsten Wahl abgeben sollten. Dabei wird es nicht nur um die Frage gehen, ob sich die Bevölkerung eine verstärkte Bepflanzung des Hauptplatzes und eingezäumte Schanigärten wünscht.

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