Gegner nicht gemeldet: BAC um Platz drei in der Liga gebracht?

Albin Paylan feierte nach langer Verletzungspause sein Comeback gegen den SK Voest. (c) W.Gams

GEWICHTHEBEN. -  In der Gewichtheben-Bundesliga musste der BAC am Samstag die erwartete  Niederlage (0:3) gegen den SK Voest hinnehmen. Das Sportliche war jedoch Nebensache. Im letzten Wettkampf gegen den SC Harland setzte dieser mit „TV-Star Molti“ einen Athleten ein, der gar nicht startberechtigt gewesen wäre. Eine Entscheidung in der Causa fällt nun jedoch möglicherweise erst Ende September.

„Von mir aus wären wir aus Protest gegen den ÖGV erst gar nicht angetreten“, meinte BAC-Direktor Gerhard Jeckel nach dem 0:3 gegen den SK Vöst in Linz. Doch Gewichtheber-Obmann Johann Lichtenwörther entschied vor dem Kampf: „Wir sind sportlich fair und treten an.“ Der Grund der Aufregung: Wie eine Analyse des letzten Kampfes gegen Harland, der hauchdünn verloren wurde, zeigte, setzten die Harländer einen Athleten ein, der gar nicht startberechtigt gewesen wäre. Michael „Molti“ Molterer, bekannt aus der TV-Sendung „Saturday Night Fever“, brachte Harland zum Sieg, obwohl er gar nicht ordnungsgemäß gemeldet war. „Wäre er nicht gestartet, hätten wir gewonnen, man hat uns um Platz drei in der Bundesliga gebracht“, ärgert sich BAC-Direktor Gerhard Jeckel. Das besonders Ärgerliche: drei Wettkampfrichter waren anwesend und keinem einzigen fiel auf, dass der Harländer nicht gemeldet war. Bis zum 26. Mai setzte Jeckel nun dem ÖGV ein Ultimatum mit dem Ergebnis, dass Harland 200 Euro Strafe zahlen muss und „Molti“ für die weiteren Wettkämpfe gesperrt ist. Jeckel:„Was hat Baden davon? Das Ergebnis müsste annulliert werden.“ Doch stattdessen wird sich nun wahrscheinlich der Strafsenat damit befassen, der jedoch erst Ende September tagt, wo die Bundesliga fast schon zu Ende ist. „Man kann sich denken, was die entscheiden werden, das machen die absichtlich so spät“, meint Jeckel zynisch. Lichtenwörther möchte die Sache nicht ganz so schwarz sehen. „Ich gehen davon aus, dass der Vorstand des ÖGV die Sache davor schon in einer Sitzung klären wird und Molti von der Liste streicht, dann hätte Baden 6:0 gewonnen“.
Vom Ergebnis  gegen Voest selbst war er „sehr zufrieden“. Obwohl mit einer Rumpfmannschaft angetreten, konnten die Badener die Niederlage in überschaubarem Rahmen halten. „Wir haben uns toll verkauft“, meint Lichtenwörther. Vor allem Albin Paylan, der nach langer Verletzungspause sein Comeback feierte und mit seinen 80/100 kg knapp an einer neuen persönlichen Bestleistung scheiterte. Auch Arnel Bekric unterstrich mit 97/120 kg seine ansteigende Form. Quasi außer Konkurrenz Sargis Martirosian. Obwohl er mit 146/171 einen „Schongang“ einlegte, war er bester Athlet des Abends. Weiters für den BAC am Start: Helmut Kaluzik und Richard Dowrak.

Gams

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